HOUSTON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein texanisches Gericht hat den jüngsten Versuch von Johnson & Johnson, die rechtlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit seinen Talkum-Produkten zu bewältigen, zurückgewiesen. Dies stellt einen bedeutenden Rückschlag für das Unternehmen dar, das sich mit über 60.000 Klagen konfrontiert sieht.
Johnson & Johnson steht erneut im Rampenlicht, nachdem ein texanisches Gericht den jüngsten Versuch des Unternehmens, seine Talkum-Klagen durch ein Insolvenzverfahren zu lösen, abgelehnt hat. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für das Unternehmen und die betroffenen Kläger haben. Die Klagen beziehen sich auf den Vorwurf, dass die Talkum-Produkte von J&J Asbest enthalten und Krebs verursachen könnten.
Der Richter in Houston stellte fest, dass der Prozess zur Einholung der Stimmen der Kläger fehlerhaft war. Tausende von ihnen erhielten eine unangemessen kurze Frist zur Abstimmung, was dazu führte, dass viele Stimmen nicht gezählt werden konnten. Diese Entscheidung wirft Fragen über die Transparenz und Fairness des Verfahrens auf und könnte den Druck auf J&J erhöhen, sich den Klagen im Zivilgericht zu stellen.
Johnson & Johnson hatte bereits 2020 den Verkauf seiner Talkum-basierten Babypuder in den USA eingestellt und ist auf ein Maisstärke-basiertes Produkt umgestiegen. Dennoch bleibt das Unternehmen mit einer Flut von Klagen konfrontiert, die behaupten, dass die Produkte Krebs verursachen. Um diese Klagen zu bewältigen, hatte J&J seine Talkum-Verbindlichkeiten auf eine Tochtergesellschaft übertragen, die dann Insolvenz anmeldete. Diese Strategie stieß jedoch auf Kritik, da Insolvenzverfahren in der Regel für zahlungsunfähige Unternehmen gedacht sind.
Die Entscheidung des Gerichts könnte auch Auswirkungen auf die Aktien von Johnson & Johnson haben. Nach der Ankündigung fiel der Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 5 %. Dies zeigt, wie stark rechtliche Herausforderungen den Marktwert eines Unternehmens beeinflussen können. Analysten bleiben jedoch optimistisch und halten an ihren positiven Bewertungen der Aktie fest, da J&J kürzlich seine Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre bekräftigt hat.
Die Ablehnung des Insolvenzplans durch das Gericht könnte Johnson & Johnson dazu zwingen, sich den Klagen im Zivilgericht zu stellen, was zu langwierigen und kostspieligen Prozessen führen könnte. Dies könnte auch andere Unternehmen beeinflussen, die ähnliche Strategien in Betracht ziehen, um mit Massenklagen umzugehen. Die Entscheidung könnte als Präzedenzfall dienen und die Art und Weise verändern, wie Unternehmen mit rechtlichen Herausforderungen umgehen.
Insgesamt zeigt dieser Fall, wie komplex und herausfordernd rechtliche Auseinandersetzungen für große Unternehmen sein können. Die Entscheidung des texanischen Gerichts könnte weitreichende Folgen für Johnson & Johnson und die betroffenen Kläger haben und die Art und Weise beeinflussen, wie Unternehmen in Zukunft mit ähnlichen Herausforderungen umgehen.
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