NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson steht vor einer massiven Klagewelle, die durch mutmaßlich asbestverseuchtes Babypuder ausgelöst wurde. Ein US-Gericht hat einen Vergleichsvorschlag des Unternehmens abgelehnt, der über ein Insolvenzverfahren abgewickelt werden sollte.
Johnson & Johnson, ein führender US-amerikanischer Pharma- und Konsumgüterkonzern, sieht sich mit einer enormen Anzahl von Klagen konfrontiert, die durch angeblich asbestverseuchtes Babypuder verursacht wurden. Der Versuch des Unternehmens, diese Klagen durch ein Insolvenzverfahren zu lösen, wurde von einem US-Gericht zurückgewiesen. Der Vergleichsvorschlag in Höhe von zehn Milliarden Dollar sollte über 60.000 Klagen beilegen, doch das Gericht lehnte diesen ab.
Diese Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Bayer AG, die sich mit einer ähnlichen Strategie auseinandersetzt. Bayer prüft derzeit die Möglichkeit eines Insolvenzverfahrens für seine Tochtergesellschaft Monsanto, um die wachsende Zahl von Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat zu bewältigen. Bayer-Chef Bill Anderson hat angekündigt, die Risiken durch die Glyphosat-Klagen bis Ende 2026 signifikant reduzieren zu wollen.
Die Klagen gegen Johnson & Johnson beziehen sich auf die Behauptung, dass das Babypuder des Unternehmens Eierstockkrebs verursacht habe. In den vergangenen Jahren haben Kläger in den USA in erster Instanz teils milliardenschwere Schadenersatzzahlungen erstritten. Diese Entwicklungen zeigen die Herausforderungen, denen sich große Konzerne bei der Abwehr von Massenklagen gegenübersehen.
Die Strategie, ein Insolvenzverfahren zu nutzen, um sich von Klagen zu befreien, ist nicht neu. Sie wird jedoch zunehmend kritisch betrachtet, da sie als Versuch gesehen wird, sich der Verantwortung zu entziehen. Experten warnen davor, dass solche Verfahren das Vertrauen der Verbraucher in die betroffenen Unternehmen weiter untergraben könnten.
Für Bayer ist die Situation besonders brisant, da das Unternehmen bereits in der Vergangenheit mit hohen Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit Glyphosat konfrontiert war. Die Entscheidung von Johnson & Johnson könnte als Präzedenzfall für Bayer dienen, sollte das Unternehmen ähnliche Schritte in Betracht ziehen.
Die rechtlichen und finanziellen Herausforderungen, denen sich sowohl Johnson & Johnson als auch Bayer gegenübersehen, verdeutlichen die Risiken, die mit der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten verbunden sind, die potenziell gesundheitsschädlich sein könnten. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen und gleichzeitig ihre rechtlichen und finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.
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