NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Johnson & Johnson steht erneut im Fokus der Öffentlichkeit, nachdem ein US-Bundesgericht den Insolvenzplan des Unternehmens im Zusammenhang mit den Babypuder-Klagen abgelehnt hat.
Johnson & Johnson, ein führender Akteur in der Pharmaindustrie, sieht sich mit einem weiteren Rückschlag in den anhaltenden Rechtsstreitigkeiten um sein Babypuder konfrontiert. Ein Bundesgericht in Houston hat den Plan des Unternehmens abgelehnt, den betroffenen Geschäftsbereich in ein Insolvenzverfahren zu überführen und einen Treuhandfonds zur Beilegung der Ansprüche einzurichten. Diese Entscheidung zwingt den Konzern, seine Strategie zur Haftungsbegrenzung zu überdenken und frühere Abwicklungspläne zurückzuziehen.
Der abgelehnte Plan sah vor, die Haftung auf eine Tochtergesellschaft zu übertragen, die dann ebenfalls Insolvenz anmelden sollte. Ein Treuhandfonds mit neun Milliarden Dollar war zur Abwicklung der Ansprüche vorgesehen. Diese Strategie, die auf einem zweistufigen texanischen Konkursverfahren basierte, fand jedoch keinen Anklang beim zuständigen Richter. Es war bereits der dritte Versuch von Johnson & Johnson, eine Lösung in dieser Form zu finden.
Die Börse reagierte empfindlich auf diese Entwicklungen. Der Aktienkurs von Johnson & Johnson fiel im frühen US-Handel um mehr als vier Prozent. Analysten wie Chris Schott von JPMorgan sehen in der aktuellen Situation einen bemerkenswerten Rückschlag für das Unternehmen, das gehofft hatte, die Haftungsfrage bald hinter sich lassen zu können. Dennoch reflektiert der Aktienkurs laut Schott bereits mögliche Entschädigungskosten in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar, was im Vergleich zur Marktkapitalisierung des Konzerns als relativ gering einzustufen sei.
Johnson & Johnson bestreitet weiterhin die Anschuldigungen, dass das Babypuder gesundheitsschädlich sei. Der Fokus des Unternehmens liegt nun darauf, die Vorwürfe in den einzelnen anhängigen Klagen zu bekämpfen. Auch andere Hersteller stehen in den USA vor ähnlichen Herausforderungen, da vergangene Inhaltsstoffe in Puderprodukten gesundheitlich bedenklich sein könnten.
Die Ablehnung des Insolvenzplans zwingt Johnson & Johnson, zu früheren Planungen zurückzukehren und die bis dato zur Abwicklung vorgesehenen sieben Milliarden Dollar zurückzuziehen. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich große Konzerne bei der Bewältigung von Massenklagen gegenübersehen. Die Entscheidung des Gerichts könnte auch Auswirkungen auf andere Unternehmen haben, die sich in ähnlichen rechtlichen Auseinandersetzungen befinden.
Insgesamt zeigt der Fall, wie komplex und langwierig Rechtsstreitigkeiten in der Pharmaindustrie sein können, insbesondere wenn es um Produkte geht, die über Jahrzehnte hinweg auf dem Markt waren. Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie Johnson & Johnson seine Strategie anpasst und welche Auswirkungen dies auf den Aktienkurs und die Marktstellung des Unternehmens haben wird.
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