ROM / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Italien erwägt den Kauf des japanischen Kawasaki P-1-Patrouillenflugzeugs, um feindliche U-Boote im Mittelmeer zu bekämpfen. Diese Entscheidung könnte die langjährige Tradition Italiens, Flugzeuge aus den USA zu beziehen, durchbrechen und die Beziehungen zu Tokio stärken.
Italien steht vor einer strategischen Entscheidung, die seine militärische Ausrichtung und internationale Partnerschaften beeinflussen könnte. Der mögliche Kauf des japanischen Kawasaki P-1-Patrouillenflugzeugs signalisiert nicht nur eine Abkehr von der traditionellen Abhängigkeit von US-amerikanischen Flugzeuglieferungen, sondern auch eine Vertiefung der Beziehungen zu Japan. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit erhöhter maritimer Aktivitäten im Mittelmeer, sowohl von verbündeten als auch von potenziell feindlichen Mächten.
Der italienische Luftwaffenchef Luca Goretti bestätigte, dass der P-1 eine der Optionen ist, die in Betracht gezogen werden, um die Lücken in der maritimen Überwachungsfähigkeit zu schließen. Der P-1, der seit 2013 in Japan im Einsatz ist, wurde speziell für die maritime Patrouille entwickelt und könnte eine entscheidende Rolle bei der U-Boot-Abwehr im Mittelmeer spielen.
Italien hat 2017 seine letzten Atlantique-Patrouillenflugzeuge außer Dienst gestellt und ATR 72-Flugzeuge erworben, die gemeinsam von Airbus und Leonardo gebaut wurden. Diese Flugzeuge, die von gemischten Besatzungen der Luftwaffe und Marine betrieben werden, bieten zwar moderne Radartechnologie, verfügen jedoch nicht über die notwendigen Fähigkeiten zur U-Boot-Abwehr und wurden nur als Übergangslösung angesehen.
Der mögliche Erwerb des P-1 könnte auch im Kontext der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Italien und Japan gesehen werden, insbesondere im Rahmen des GCAP-Programms für sechste Generation Kampfflugzeuge, an dem auch das Vereinigte Königreich beteiligt ist. Diese Zusammenarbeit könnte zu weiteren gemeinsamen Projekten führen, wie der Entwicklung eines neuen Trainingsflugzeugs.
Die Entscheidung, japanische Flugzeuge zu kaufen, könnte auch als strategische Diversifizierung angesehen werden, um die Abhängigkeit von US-amerikanischen Rüstungsimporten zu verringern. In der Vergangenheit hat Italien Flugzeuge wie B767-Tanker, C-130-Transporter und F-35-Kampfflugzeuge aus den USA bezogen. Der Kauf des P-1 könnte somit ein Signal für eine neue Ära der internationalen militärischen Zusammenarbeit sein.
Die Beziehungen zwischen Italien und Japan haben sich in den letzten Jahren intensiviert, was nicht zuletzt an der gemeinsamen Entwicklung von Technologien und militärischen Systemen liegt. Diese Partnerschaft könnte auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen, da beide Länder von einem Technologietransfer und einer stärkeren industriellen Zusammenarbeit profitieren könnten.
Insgesamt könnte der Kauf des P-1-Patrouillenflugzeugs nicht nur die militärischen Fähigkeiten Italiens stärken, sondern auch die geopolitische Position des Landes im Mittelmeerraum festigen. Die Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Verteidigungsstrategie und die internationalen Beziehungen Italiens haben.
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