MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer beispiellosen Operation hat INTERPOL in Zusammenarbeit mit 19 afrikanischen Ländern einen bedeutenden Schlag gegen die Cyberkriminalität auf dem Kontinent geführt.

Die von INTERPOL geleitete Operation Serengeti hat zu einer massiven Verhaftungswelle geführt, bei der 1.006 Verdächtige in 19 afrikanischen Ländern festgenommen wurden. Diese koordinierte Aktion zielte darauf ab, die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität auf dem Kontinent zu bekämpfen. Im Rahmen der Operation wurden 134.089 bösartige Infrastrukturen und Netzwerke zerschlagen, die für verschiedene kriminelle Aktivitäten wie Ransomware, Business Email Compromise (BEC), digitale Erpressung und Online-Betrug genutzt wurden.

Die Operation, die zwischen dem 2. September und dem 31. Oktober 2024 stattfand, umfasste Länder wie Algerien, Angola, Benin, Kamerun, die Elfenbeinküste, die Demokratische Republik Kongo, Gabun, Ghana, Kenia, Mauritius, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Senegal, Südafrika, Tansania, Tunesien, Sambia und Simbabwe. Diese Länder arbeiteten zusammen, um eine Vielzahl von Cyberverbrechen zu bekämpfen, die von Online-Kreditkartenbetrug und Ponzi-Schemata bis hin zu Investitions- und Multi-Level-Marketing-Betrügereien reichten.

Ein bemerkenswerter Fall war die Zerschlagung eines Online-Ponzi-Schemas im Wert von 6 Millionen US-Dollar in Senegal, bei dem acht Personen, darunter fünf chinesische Staatsangehörige, verhaftet wurden. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen fanden die Behörden 900 SIM-Karten, 11.000 US-Dollar in bar, Telefone, Laptops und Kopien von Ausweisen, die mit 1.811 Opfern in Verbindung standen. Ein weiteres Ziel war ein virtuelles Casino in Luanda, das brasilianische und nigerianische Spieler über eine Online-Plattform betrog.

Valdecy Urquiza, Generalsekretär von INTERPOL, betonte die Bedeutung der Operation Serengeti und erklärte, dass die Zusammenarbeit der beteiligten Länder entscheidend für den Erfolg war. Er wies darauf hin, dass die zunehmende Menge und Komplexität von Cyberangriffen eine ernsthafte Bedrohung darstellt und dass die erzielten Erfolge nur die Spitze des Eisbergs sind. INTERPOL plant, die Bemühungen zur Bekämpfung dieser kriminellen Gruppen weltweit fortzusetzen.

Die Operation wurde von mehreren privaten Partnern unterstützt, darunter Group-IB, das etwa 10.000 Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe identifizierte, die von Servern in Afrika ausgingen, sowie über 3.000 Phishing-Domains, die in der Region gehostet wurden. Der russische Cybersicherheitsanbieter Kaspersky trug zur Operation bei, indem er Informationen über Bedrohungsakteure, Daten zu Ransomware-Angriffen und Malware, die auf die Region abzielen, sowie aktuelle Indikatoren für Kompromittierungen (IoCs) für bösartige Infrastrukturen in Afrika bereitstellte.

Die Operation Serengeti zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Cyberkriminalität ist. Durch die gezielte Bekämpfung von Cyberkriminellen können zukünftige Opfer vor erheblichen persönlichen und finanziellen Schäden bewahrt werden. Die erzielten Erfolge sind ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, doch die Herausforderungen bleiben bestehen, da Cyberkriminelle weiterhin neue Wege finden, um ihre Aktivitäten zu verschleiern und auszuweiten.

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INTERPOLs Operation Serengeti: Ein Schlag gegen Cyberkriminalität in Afrika
INTERPOLs Operation Serengeti: Ein Schlag gegen Cyberkriminalität in Afrika (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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