MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Trotz einer schwächelnden Wirtschaft bleibt der Inflationsdruck in Deutschland bestehen. Eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts zeigt, dass die Preiserwartungen der Unternehmen im Februar nahezu unverändert geblieben sind. Dies deutet darauf hin, dass die Inflation weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank liegt.
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In Deutschland bleibt der Inflationsdruck trotz einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bestehen. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts sind die Preiserwartungen der Unternehmen im Februar nahezu unverändert bei 19,4 Punkten geblieben, im Vergleich zu 19,5 Punkten im Januar. Dies zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin Spielraum für Preissteigerungen sehen, insbesondere in der Industrie und im Einzelhandel.
Interessanterweise planen Dienstleister seltener, ihre Preise anzuheben. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Preisdruck in diesem Sektor nachlässt. Timo Wollmershäuser, der Konjunkturchef des Ifo-Instituts, betont, dass die Inflation in Deutschland vorerst über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank bleibt, trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung.
Im verarbeitenden Gewerbe sind die Preiserwartungen von 6,9 Punkten im Januar auf 11,0 Punkte im Februar gestiegen. Besonders die Hersteller von Konsumgütern planen häufiger Preiserhöhungen, was sich in einem Anstieg von 16,0 auf 20,8 Punkte zeigt. Auch die Hersteller von Investitions- und Vorleistungsgütern sehen mehr Spielraum für Preissteigerungen.
Im Dienstleistungssektor hingegen ist der Indikator für die Preiserwartungen spürbar von 32,2 Punkten im Januar auf 24,0 Punkte im Februar gefallen. Vor allem in den unternehmensnahen Bereichen wird seltener eine Preisanhebung geplant. Auch bei den konsumnahen Dienstleistern lässt der Preisdruck etwas nach.
Im Einzelhandel sind die Preiserwartungen von 30,5 Punkten im Januar auf 33,2 Punkte im Februar gestiegen. Dies ist vor allem auf den Handel mit Nahrungsmitteln und Getränken zurückzuführen, wo die Preispläne deutlich gestiegen sind. Im übrigen Einzelhandel blieben die Preispläne unverändert.
Mit den geringsten Preisanstiegen ist im Bauhauptgewerbe zu rechnen. Der Indikator stieg leicht von 0,8 Punkten im Januar auf 1,0 Punkte im Februar. Dies deutet darauf hin, dass der Preisdruck in diesem Sektor vergleichsweise gering bleibt.
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