MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Internationale Energieagentur (IEA) hat kürzlich ihre Prognosen zur globalen Ölnachfrage aktualisiert, was in der Branche für Aufsehen sorgt. Trotz der anhaltenden Herausforderungen durch Überproduktion und schwache Nachfrage, insbesondere aus China, sieht die IEA eine positive Entwicklung für das Jahr 2025.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2025 angehoben. Diese Anpassung spiegelt die wachsende Nachfrage in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens wider, die trotz der aktuellen Herausforderungen auf dem Ölmarkt als treibende Kraft gesehen wird. Die IEA erwartet nun ein Nachfragewachstum von 1,1 Millionen Barrel pro Tag (B/D) für 2025, was eine Erhöhung gegenüber der vorherigen Schätzung darstellt.
Im Gegensatz dazu wurden die Erwartungen für das laufende Jahr 2023 nach unten korrigiert. Die IEA hat ihre Prognose von ursprünglich 920.000 B/D auf 840.000 B/D gesenkt. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die ihre freiwilligen Kürzungen von 2,2 Millionen B/D bis Ende März beibehalten hat.
Der globale Ölmarkt ist derzeit von einem Überangebot geprägt, das durch die anhaltende Überproduktion einiger OPEC+-Mitglieder und starke Angebotssteigerungen von Nicht-OPEC+-Ländern verursacht wird. Diese Faktoren, gepaart mit einer relativ bescheidenen globalen Ölnachfrage, führen zu einem Marktüberschuss, der die Preisstabilität gefährdet.
Besonders die Nachfrage aus China, einem der größten Ölverbraucher der Welt, hat spürbar nachgelassen. Wirtschaftliche Herausforderungen im Land haben zu einem Rückgang des Nachfragewachstums geführt, was sich negativ auf die globale Nachfrage auswirkt. Die IEA hebt hervor, dass das abrupte Ende des Nachfragewachstums in China und die stark gesunkenen Zuwächse in einigen Schwellenländern die allgemeine Stimmung zu einem vorsichtigeren Ausblick verschoben haben.
Die Agentur warnt, dass ein Ende der OPEC+-Produktionskürzungen ab Ende März zu einem weiteren Anstieg des Marktüberschusses führen könnte, der dann auf 1,4 Millionen B/D steigen würde. Dies könnte die Bemühungen zur Stabilisierung der Ölpreise weiter erschweren und die Unsicherheit auf den Märkten erhöhen.
Neben den geopolitischen Spannungen bleibt die Dynamik im OPEC+-Angebot ein zentraler Faktor für die zukünftige Entwicklung des Ölmarktes. Die IEA betont, dass die Marktteilnehmer die Entwicklungen genau beobachten sollten, um auf mögliche Veränderungen im Angebot und in der Nachfrage reagieren zu können.
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