LOS ANGELES / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Filmindustrie in Hollywood erlebt einen bemerkenswerten Wandel, der durch die politische Landschaft der USA beeinflusst wird. Nach der Wiederwahl von Donald Trump sehen sich Studios und Streamingdienste gezwungen, ihre Inhalte anzupassen, um wirtschaftlich und politisch auf der sicheren Seite zu bleiben.

In der Filmmetropole Los Angeles hat sich seit der Wiederwahl von Donald Trump ein spürbarer Wandel vollzogen. Die Studios und Streamingdienste stehen unter einem subtilen Druck, der nicht durch Gesetze, sondern durch die Angst vor wirtschaftlichen Verlusten und politischem Gegenwind entsteht. Kreative berichten von einem Rückzug progressiver Inhalte, die einst das Markenzeichen Hollywoods waren. Die Vielfalt, die nach der #MeToo-Bewegung gefördert wurde, scheint nun einem vorsichtigeren und berechnenderen Ansatz zu weichen.

Ohne offizielle Verbote, aber mit klaren Signalen, wird in Meetings zunehmend „race-blind“ gecastet und Studio-Notizen fordern mehr Mainstream und weniger Reibung. Der Begriff „breite Zielgruppe“ hat eine neue Bedeutung erhalten, die sich in einer konservativeren Ausrichtung der Inhalte widerspiegelt. Diese Entwicklung ist Teil einer größeren Strategie, die von der Trump-Administration verfolgt wird, um ein Amerika ohne Wokeness und progressive Experimente zu normalisieren.

Die Federal Communications Commission (FCC) prüft Maßnahmen zur Diversität, Gleichheit und Inklusion in Medienunternehmen, während große Player wie Amazon und Disney ihre Inhalte anpassen. Amazon plant, Trumps „The Apprentice“ zu streamen und eine Dokumentation über Melania Trump zu produzieren, während Disney politische Inhalte zurückfährt, die als zu liberal gelten. Diese Schritte sind Teil eines politischen Großprojekts, das Hollywood bereitwillig unterstützt, nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst vor dem Verlust von Marktanteilen.

Drehbuchautoren und Produzenten berichten von einer zunehmenden Ablehnung von Diversity-Themen. Ein trans-zentrierter Dokumentarfilm wurde gestoppt, weil die Beteiligten Angst vor öffentlichem oder politischem Backlash hatten. Investoren zögern, Projekte zu unterstützen, die als zu progressiv wahrgenommen werden. Diese Selbstzensur ist ein klarer Bruch mit der DEI-Offensive, die nach #MeToo in der Branche verankert wurde.

Der Markt für konservative Inhalte boomt, und faith-based Content wird zu einer profitablen Nische. Serien mit religiösem oder traditionellem Familienfokus lassen sich kostengünstig produzieren und finden ein treues Publikum, auch außerhalb der USA. Netflix und Amazon haben bereits mehrfach in dieses Segment investiert, was den Trend zur Selbstzensur weiter verstärkt.

Unter Trump 1.0 wehrte sich Hollywood noch lautstark gegen die politische Einflussnahme. Doch nun ist es still geworden. Der neue Reflex heißt Vermeidung statt Haltung. Projekte werden gecancelt, weil es „nicht der richtige Zeitpunkt für Identitätspolitik“ sei. Diese Selbstkorrektur durch Unsicherheit zeigt, wie stark Kultur von Macht abhängt.

Ein Beispiel für den Stimmungsumschwung ist der Komiker Shane Gillis, der 2019 wegen rassistischer Äußerungen bei „Saturday Night Live“ gefeuert wurde und heute zu den heißesten Comedy-Acts auf Netflix zählt. Was früher ein Karriereende bedeutete, ist nun ein Ausweis von „Edginess“. Die Botschaft an Produzenten: Rechts ist kein Makel mehr – es ist Marktpotenzial.

Für viele Kreative ist diese neue Ära ein Rückschritt, für einige eine Befreiung. Die klare Frontstellung der Trump-Jahre weicht einer verwirrenden Grauzone zwischen künstlerischer Freiheit und politischer Selbstzensur. Hollywood hat sich nicht öffentlich umentschieden – es hat sich still weggeduckt. Die Branche folgt der Logik des Moments: Reizthemen vermeiden, Zielgruppen vergrößern, politisch nicht angreifbar sein. Doch genau dieser Reflex ist selbst politisch und zeigt, wie stark Kultur von Macht abhängt.


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Hollywoods Wandel unter Trump: Ein Rückschritt für Vielfalt
Hollywoods Wandel unter Trump: Ein Rückschritt für Vielfalt (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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