KENNEDY SPACE CENTER / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Erforschung von Herzmuskelzellen im Weltraum könnte bald neue Wege zur Behandlung von Herzkrankheiten auf der Erde eröffnen. Wissenschaftler der Emory University nutzen die einzigartige Umgebung der Internationalen Raumstation (ISS), um regenerative Therapien zu entwickeln, die eines Tages Herzschäden rückgängig machen könnten.
Herzkrankheiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache in den USA und fordern jährlich Millionen von Menschenleben. Die Herausforderung besteht darin, dass geschädigtes Herzmuskelgewebe sich nicht selbst regenerieren kann, was die Behandlung erschwert. Forscher der Emory University haben sich dieser Problematik angenommen und ihre Untersuchungen auf die Internationale Raumstation (ISS) verlagert, um neue Therapiemöglichkeiten zu erforschen.
Unter der Leitung von Chunhui Xu untersucht das Team, wie sich Herzmuskelzellen in der Mikrogravitation verhalten. Diese Umgebung bietet einzigartige Bedingungen, die auf der Erde nicht reproduzierbar sind. Frühere Studien haben gezeigt, dass Krebszellen in der Schwerelosigkeit schneller wachsen und überleben. Xu vermutete, dass Herzmuskelzellen ähnliche Eigenschaften aufweisen könnten, was die Entwicklung von Zelltherapien für Herzkrankheiten vorantreiben würde.
Die Forschung auf der ISS konzentriert sich auf zwei Hauptaspekte: die Differenzierung von Stammzellen zu Herzmuskelzellen und die Reifung dieser Zellen zu gewebeähnlichen Strukturen. Die Ergebnisse dieser Studien könnten die Produktion von Herzmuskelzellen für regenerative Therapien erheblich verbessern und somit die Behandlungsmöglichkeiten für Herzkrankheiten revolutionieren.
Die Erkenntnisse aus der Weltraumforschung könnten nicht nur die Effizienz der Zellproduktion steigern, sondern auch die Überlebensrate der transplantierten Zellen im geschädigten Herzgewebe erhöhen. Dies wäre ein bedeutender Fortschritt für Patienten, die derzeit auf eine Herztransplantation angewiesen sind.
Die ISS National Lab, die von der Center for the Advancement of Science in Space (CASIS) verwaltet wird, bietet Forschern die Möglichkeit, die einzigartigen Bedingungen der Mikrogravitation zu nutzen, um wissenschaftliche und technologische Fortschritte zu erzielen. Diese Forschung könnte nicht nur die Behandlung von Herzkrankheiten verbessern, sondern auch das Verständnis von Zellverhalten in der Schwerelosigkeit erweitern.
Die Ergebnisse der Studien von Xu und ihrem Team wurden in mehreren Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter das renommierte Journal Biomaterials. Diese Veröffentlichungen unterstreichen die Bedeutung der Weltraumforschung für die Entwicklung neuer medizinischer Therapien.
Die Arbeit der Emory University auf der ISS zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Ansätze und internationale Zusammenarbeit für den Fortschritt in der Medizin sind. Die Forschungsergebnisse könnten langfristig nicht nur die Behandlung von Herzkrankheiten verbessern, sondern auch neue Wege für die regenerative Medizin eröffnen.
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