MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass der Wohnort einen erheblichen Einfluss auf das Risiko hat, an Herzkrankheiten zu erkranken. Besonders in ländlichen Gebieten der USA sind die Risiken erhöht.
Eine aktuelle Studie hat aufgedeckt, dass Menschen, die in ländlichen Gebieten der USA leben, ein erhöhtes Risiko haben, an Herzkrankheiten und anderen gesundheitlichen Problemen zu leiden. Dies steht im Gegensatz zur weit verbreiteten Annahme, dass das Leben in weniger verschmutzten, offenen Räumen gesünder ist. Forscher aus Massachusetts und Missouri haben sechs kardiale Risikofaktoren untersucht und festgestellt, dass ländliche Bewohner bei fünf dieser Faktoren ein höheres Risiko aufweisen.
Besonders auffällig ist das um 19 Prozent erhöhte Risiko für Bluthochdruck und das um 27 Prozent erhöhte Risiko für Fettleibigkeit. Auch das Risiko für Diabetes ist um 12,5 Prozent höher, während das Risiko für Herzkrankheiten um 36 Prozent steigt. Diese Bedingungen sind wesentliche Risikofaktoren für tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studie, die von den National Institutes of Health (NIH) finanziert wurde, identifiziert Armut, Bildungsniveau, Ernährungsunsicherheit und Wohneigentum als Hauptfaktoren für die Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten.
Die Studie, die in JAMA Cardiology veröffentlicht wurde, analysierte Daten aus der National Health Interview Survey von 2022. Von den 27.200 befragten Erwachsenen lebten 14 Prozent in ländlichen Gebieten. Die Teilnehmer wurden zu ihrer Krankenversicherung, Arztbesuchen, Lebensgewohnheiten wie Rauchen und körperlicher Aktivität sowie zu ihrem Einkommen und Bildungsniveau befragt. Diese Informationen wurden genutzt, um die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Fettleibigkeit, Diabetes, koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall zu prognostizieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen in ländlichen Gebieten eine 37-prozentige Chance haben, an Bluthochdruck zu erkranken, und eine 29-prozentige Chance, an Hyperlipidämie zu leiden. Die Wahrscheinlichkeit, fettleibig zu werden, liegt bei 41 Prozent, während die Chance, an koronarer Herzkrankheit zu erkranken, bei fast sieben Prozent liegt. Im Vergleich dazu haben Stadtbewohner eine geringere Wahrscheinlichkeit, an diesen Krankheiten zu erkranken.
Besonders betroffen sind ländliche Gebiete im Süden der USA, wo das Risiko für Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes und Schlaganfall am höchsten ist. Im Nordosten hingegen ist das Risiko für Herzkrankheiten und Fettleibigkeit am größten. Die Forscher betonen, dass die größten Unterschiede in der kardiovaskulären Gesundheit zwischen jungen Erwachsenen bestehen, was angesichts der sich verschlechternden kardiovaskulären Gesundheit in dieser Bevölkerungsgruppe alarmierend ist.
Frühere Studien haben gezeigt, dass unzureichender Zugang zu Gesundheitsversorgung, Schließungen von Krankenhäusern und Arztpraxen sowie Lücken in der Versicherungsdeckung zu schlechter Gesundheit beitragen. Auch weniger körperliche Aktivität, schlechte Ernährung und höhere Raucherquoten in den südlichen Bundesstaaten spielen eine Rolle. Die aktuelle Studie bestätigt, dass Erwachsene in ländlichen Gebieten älter sind, aktiv rauchen, sich nicht ausreichend bewegen, ein geringeres Einkommen und Bildungsniveau haben und unter Ernährungsunsicherheit leiden.
Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass gezielte Anstrengungen zur Verbesserung der sozioökonomischen Bedingungen in ländlichen Gebieten entscheidend sein könnten, um die wachsende Kluft in der kardiovaskulären Gesundheit zwischen Stadt und Land zu schließen.
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