MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Ausbau des Open-RAN-Netzes durch United Internet in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen. Trotz ambitionierter Pläne, das modernste Mobilfunknetz des Landes zu schaffen, sieht sich das Unternehmen mit technischen und operativen Schwierigkeiten konfrontiert.
United Internet hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, mit 1&1 Mobilfunk das modernste Netz Deutschlands zu etablieren. Doch der Weg dahin ist steinig. Die Entscheidung, auf die Open-RAN-Technologie zu setzen, die auf Cloud-Lösungen und standardisierte Schnittstellen setzt, hat sich als komplexer erwiesen als erwartet. Die Technologie, die eine Entkopplung von Hardware und Software verspricht, steht vor der Herausforderung, mit etablierten proprietären Lösungen zu konkurrieren.
Im Mai 2024 kam es zu einem signifikanten Netzausfall, der fast 500.000 Nutzer betraf und mehrere Tage andauerte. Ein Softwareupdate wurde als Ursache identifiziert, was zu einer Welle von Kündigungen führte. Rund 50.000 Kunden entschieden sich, den Anbieter zu wechseln, was die Umsätze von United Internet erheblich belastete. Die Migration der Bestandskunden auf das eigene Netz verlief ebenfalls nicht reibungslos, da Kapazitätsengpässe die Pläne durchkreuzten.
Die Bundesnetzagentur hat klare Vorgaben für den Netzausbau gemacht, doch 1&1 hinkt diesen hinterher. Derzeit deckt das Unternehmen nur 0,3 Prozent der Fläche mit 4G und 5G ab, bei 2G sind es sogar 0,0 Prozent. Um die Versorgung sicherzustellen, ist 1&1 auf National Roaming von Telefónica und zukünftig Vodafone angewiesen. Diese Abhängigkeit zeigt die Schwierigkeiten auf, die mit dem Aufbau eines vollständig unabhängigen Netzes verbunden sind.
Open RAN, das auf eine Vielzahl von Partnern setzt, darunter auch Unternehmen aus den USA und Japan, soll die Flexibilität und Innovationskraft im Netzbetrieb erhöhen. Doch die Integration dieser unterschiedlichen Ansätze erweist sich als herausfordernd. Michael Martin, Chef von 1&1 Mobilfunk, betonte auf der Connect Conference in Dresden, dass der Weg zwar anstrengend sei, man jedoch von der Richtigkeit der gewählten Strategie überzeugt sei.
Die Verhandlungen mit den Ausbaupartnern, die für den Netzausfall verantwortlich gemacht werden, gestalten sich schwierig. Bisher konnte keine Einigung über Entschädigungszahlungen erzielt werden, was die Unsicherheit für die Zukunft erhöht. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2024, die für den 27. März 2025 geplant ist, wird weitere Einblicke in die aktuelle Lage des Unternehmens geben.
Die Zukunft von Open RAN in Deutschland bleibt spannend. Die Technologie könnte langfristig zu einer größeren Unabhängigkeit von wenigen großen Ausrüstern führen und die Innovationskraft im Mobilfunksektor stärken. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, der sowohl technologische als auch organisatorische Herausforderungen mit sich bringt.
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