MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die bevorstehenden Reisen zum Mars stellen nicht nur technologische, sondern auch gesundheitliche Herausforderungen dar. Besonders die Nieren der Astronauten könnten unter den extremen Bedingungen im All leiden.
Die bevorstehenden Reisen zum Mars eröffnen neue Horizonte, bringen jedoch auch erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich. Besonders die Nieren der Astronauten stehen im Fokus der Wissenschaft, da sie unter den extremen Bedingungen im All erheblich leiden könnten. Forscher haben herausgefunden, dass die Nieren bei Langzeitmissionen im All einem erhöhten Risiko für Schäden ausgesetzt sind, insbesondere durch die Einwirkung kosmischer Strahlung.
Die jüngsten Studien, die von einem internationalen Team unter der Leitung des London Tubular Centre durchgeführt wurden, zeigen, dass die Struktur und Funktion der Nieren durch die Bedingungen im All verändert werden. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko für die Bildung von Nierensteinen und können zu dauerhaften Schäden führen. Die Ergebnisse basieren auf Daten von über 40 Missionen zur Internationalen Raumstation sowie Simulationen mit Mäusen und Ratten, die der kosmischen Strahlung ausgesetzt wurden.
Ein zentraler Aspekt der Forschung ist die Wirkung der galaktischen kosmischen Strahlung, die nicht vollständig durch herkömmliche Abschirmungen blockiert werden kann. Astronauten, die sich außerhalb des schützenden Magnetfelds der Erde befinden, sind dieser Strahlung in vollem Umfang ausgesetzt. Die Studien zeigen, dass die Nieren von Mäusen, die einer simulierten kosmischen Strahlung ausgesetzt waren, irreversible Schäden aufwiesen.
Die Forscher fanden heraus, dass bestimmte Nierentubuli, die für die Regulierung von Salzen und Kalzium verantwortlich sind, bereits nach einem Monat in der Schwerelosigkeit schrumpfen. Dies führt zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Bildung von Nierensteinen. Diese Erkenntnisse widerlegen die bisherige Annahme, dass Nierensteine im All hauptsächlich durch den Kalziumverlust der Knochen verursacht werden.
Die Bedeutung dieser Forschung liegt nicht nur in der Vorbereitung auf zukünftige Mars-Missionen, sondern auch in der Entwicklung von Schutzmaßnahmen für die Nieren. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen könnten Astronauten, die den Mars erreichen, auf Dialyse angewiesen sein. Die Forscher betonen, dass die Nieren erst spät Anzeichen von Strahlenschäden zeigen, was die Prävention erschwert.
Die Erkenntnisse aus dieser Forschung könnten auch auf der Erde von Nutzen sein, beispielsweise bei der Verbesserung der Nierentoleranz von Krebspatienten gegenüber Strahlentherapie. Die internationale Zusammenarbeit in dieser Studie zeigt, dass das Interesse an der Sicherung der Gesundheit von Astronauten wächst und zukünftige Innovationen nicht nur Raumfahrtmissionen, sondern auch Patienten auf der Erde zugutekommen könnten.
Die vollständige Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht und bietet einen umfassenden Überblick über die gesundheitlichen Herausforderungen, denen Astronauten bei Langzeitmissionen ausgesetzt sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit sorgfältiger Planung und innovativer Lösungen, um die Gesundheit der Besatzung auf zukünftigen Reisen zum Mars zu gewährleisten.
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