LONDON / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der modernen Arbeitswelt, in der Smartphones allgegenwärtig sind, stellt sich die Frage, ob ein Handyverbot am Arbeitsplatz tatsächlich zu mehr Produktivität führen kann. Eine aktuelle Studie der London School of Economics and Political Science zeigt, dass dies nicht der Fall ist.

Die Untersuchung der London School of Economics and Political Science hat ergeben, dass das Verbot von Smartphones am Arbeitsplatz nicht zwangsläufig zu einer Steigerung der Produktivität führt. Stattdessen neigen Menschen dazu, auf andere Ablenkungen auszuweichen, wenn ihnen der Zugriff auf ihr Handy verwehrt wird. Dies zeigt, dass das Problem der Ablenkung tiefer liegt und nicht allein durch das Entfernen eines Geräts gelöst werden kann.

In einem Experiment wurden 28 Personen gebeten, an zwei verschiedenen Tagen jeweils fünf Stunden lang mit ihrem Laptop zu arbeiten. Der einzige Unterschied bestand darin, wo das Handy platziert wurde: einmal auf demselben Tisch und einmal auf einem separaten Tisch in etwa eineinhalb Metern Entfernung. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer ihr Handy dreimal häufiger nutzten, wenn es in Reichweite lag, und doppelt so viel Zeit damit verbrachten.

Interessanterweise blieb die Anzahl der am Computer ausgeführten Arbeitsaktivitäten in beiden Szenarien konstant. Dies deutet darauf hin, dass die Abwesenheit des Handys nicht zu einer Erhöhung der effektiven Arbeitszeit führte. Stattdessen nutzten die Teilnehmer ihren Computer für doppelt so viele Freizeitaktivitäten, wenn das Handy weiter entfernt war. Dies zeigt, dass die Menschen andere Wege finden, um sich Pausen zu verschaffen, unabhängig davon, ob das Handy verfügbar ist oder nicht.

Die Studie hebt hervor, dass Smartphones bevorzugt für Freizeitaktivitäten genutzt werden, während der Computer als Ersatz dient, wenn das Handy nicht zur Verfügung steht. Dies verdeutlicht, dass die Ablenkung durch digitale Geräte ein komplexes Problem ist, das nicht einfach durch das Entfernen eines Geräts gelöst werden kann. Vielmehr bedarf es einer umfassenderen Strategie, um die Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern.

Die Ergebnisse dieser Studie werfen Fragen über die Wirksamkeit von Handyverboten auf und legen nahe, dass Unternehmen alternative Ansätze in Betracht ziehen sollten, um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu fördern. Dazu könnten Maßnahmen gehören, die das Bewusstsein für die eigene Arbeitsweise schärfen und den bewussten Umgang mit digitalen Geräten fördern.

Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass die Ablenkung durch Smartphones ein Symptom eines größeren Problems ist, das tiefere Ursachen hat. Unternehmen sollten daher nicht nur auf Verbote setzen, sondern auch auf Schulungen und Programme, die die Selbstregulierung und das Zeitmanagement der Mitarbeiter verbessern.


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Handyverbot am Arbeitsplatz: Keine Lösung für höhere Produktivität
Handyverbot am Arbeitsplatz: Keine Lösung für höhere Produktivität (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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