MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Google hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in Bezug auf den Datenschutz gemacht. Doch die jüngste Entscheidung, eine umstrittene Tracking-Technologie wieder einzuführen, wirft Fragen auf.
Google hat in den letzten Jahren seine Datenschutzpraktiken erheblich verbessert. Dies zeigt sich beispielsweise in den Datenschutzverbesserungen bei Android oder der Entscheidung, Google Maps Standortdaten lokal auf dem Gerät zu speichern, anstatt in der Cloud. Diese Maßnahmen wurden jedoch nicht unbedingt aus eigenem Antrieb eingeführt. Vielmehr waren es der Druck von Apple und Regulierungsbehörden sowie diverse Klagen, die Google zu einem Kurswechsel in Richtung datenschutzorientierter Richtlinien zwangen.
In der Theorie könnte eine bessere Privatsphäre für Nutzer Googles Geschäftsergebnisse negativ beeinflussen. Wenn Nutzer die Möglichkeit haben, das Tracking einzuschränken, können Werbetreibende sie nicht mehr mit personalisierten Anzeigen ansprechen, was Googles Einnahmen schmälern könnte. Doch entgegen dieser Annahme haben sich Googles Finanzen in den letzten Jahren verbessert, anstatt unter den Datenschutzmaßnahmen zu leiden.
Vor diesem Hintergrund ist Googles Entscheidung, eine zuvor verbotene Werbetechnologie wieder einzuführen, umso überraschender. Seit dem 16. Februar dürfen Werbetreibende Nutzer online mit einer Technik namens Fingerprinting verfolgen. Google hatte Fingerprinting 2019 verboten, änderte jedoch im Dezember letzten Jahres seine Meinung. Diese Entscheidung hat bereits die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden erregt, die besorgt sind, dass dies negative Auswirkungen auf die Nutzer haben könnte.
Fingerprinting bedeutet, dass Daten gesammelt werden, ohne dass der Nutzer dem ausdrücklich zugestimmt hat. Diese Technologie kann Informationen wie IP-Adressen, Betriebssystemdetails, Bildschirmauflösungen und sogar den Batteriestand erfassen. Für sich genommen sind diese Datenpunkte bedeutungslos, doch kombiniert ermöglichen sie die Erstellung von Nutzerprofilen und das Verfolgen von Personen im Internet und über verschiedene Geräte hinweg.
Solche Profile erlauben es Werbetreibenden, die besuchten Websites und genutzten Dienste der Nutzer zu sehen und sie mit gezielteren Anzeigen anzusprechen. Im Gegenzug kann Google für diese Anzeigen höhere Preise verlangen. Interessanterweise verwendet Google in den unterstützenden Dokumenten, die die Datenschutzänderung beschreiben, nicht den Begriff Fingerprinting. Stattdessen wird suggeriert, dass diese Technologie mit einem Fokus auf Privatsphäre arbeiten wird.
Die Rückkehr zu Fingerprinting könnte als ein Schritt angesehen werden, der von Unternehmensgier getrieben ist, um die Gewinne weiter zu steigern. Dies wirft Fragen über die langfristigen Auswirkungen auf den Datenschutz und die Sicherheit der Nutzer auf. Es bleibt abzuwarten, wie Regulierungsbehörden und die Öffentlichkeit auf diese Entwicklung reagieren werden und ob Google möglicherweise gezwungen sein wird, seine Entscheidung erneut zu überdenken.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!
- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- Service Directory für AI Adult Services erkunden!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
Stellenangebote
Duales Studium BWL - Spezialisierung Artificial Intelligence (B.A.) am Campus oder virtuell
Content writer / Freelance AI Tutor (Deutsch) (m/w/d)
AI Software Engineer (all genders)
Werkstudententätigkeit im Bereich Programmierung mit C# und KI gestützte Datenanalyse ab Mai 2025
- Die Zukunft von Mensch und MaschineIm neuen Buch des renommierten Zukunftsforschers und Technologie-Visionärs Ray Kurzweil wird eine faszinierende Vision der kommenden Jahre und Jahrzehnte entworfen – eine Welt, die von KI durchdrungen sein wird
- Künstliche Intelligenz: Expertenwissen gegen Hysterie Der renommierte Gehirnforscher, Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Spitzer ist ein ausgewiesener Experte für neuronale Netze, auf denen KI aufbaut
- Obwohl Künstliche Intelligenz (KI) derzeit in aller Munde ist, setzen bislang nur wenige Unternehmen die Technologie wirklich erfolgreich ein
- Wie funktioniert Künstliche Intelligenz (KI) und gibt es Parallelen zum menschlichen Gehirn? Was sind die Gemeinsamkeiten von natürlicher und künstlicher Intelligenz, und was die Unterschiede? Ist das Gehirn nichts anderes als ein biologischer Computer? Was sind Neuronale Netze und wie kann der Begriff Deep Learning einfach erklärt werden?Seit der kognitiven Revolution Mitte des letzten Jahrhunderts sind KI und Hirnforschung eng miteinander verflochten
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Google kehrt zur umstrittenen Fingerprinting-Technologie zurück" für unsere Leser?
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Google kehrt zur umstrittenen Fingerprinting-Technologie zurück" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die deutsche Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Google kehrt zur umstrittenen Fingerprinting-Technologie zurück« bei Google Deutschland suchen und bei Google News recherchieren!