MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke in Googles Quick Share, einem Datenübertragungsdienst für Windows, hat die Aufmerksamkeit der Cybersecurity-Community auf sich gezogen. Diese Schwachstelle, die unter CVE-2024-10668 bekannt ist, könnte es Angreifern ermöglichen, Dateien ohne Zustimmung des Empfängers zu übertragen oder einen Denial-of-Service (DoS) zu verursachen.
Die Sicherheitslücke in Googles Quick Share, die von Forschern von SafeBreach Labs aufgedeckt wurde, stellt eine erhebliche Bedrohung für die Datensicherheit dar. Quick Share, das früher als Nearby Share bekannt war, ist ein Peer-to-Peer-Dienst, der es Nutzern ermöglicht, Dateien zwischen Android-Geräten, Chromebooks und Windows-Computern auszutauschen. Die Schwachstelle, die als CVE-2024-10668 identifiziert wurde, hat eine CVSS-Bewertung von 5.9 und ermöglicht es, Dateien ohne Zustimmung des Empfängers zu senden.
Diese Sicherheitslücke ist ein Bypass von zwei der zehn Schwachstellen, die ursprünglich im August 2024 von SafeBreach Labs unter dem Namen QuickShell offengelegt wurden. Diese Schwachstellen, die unter den CVEs CVE-2024-38271 und CVE-2024-38272 zusammengefasst sind, könnten in einer Exploit-Kette genutzt werden, um beliebigen Code auf Windows-Systemen auszuführen. Google hat das Problem in der Version 1.0.2002.2 von Quick Share für Windows behoben.
Eine eingehende Analyse der Schwachstellen ergab, dass zwei der Sicherheitslücken nicht korrekt behoben wurden. Dies führte dazu, dass die Anwendung erneut abstürzen oder die Notwendigkeit einer Empfangsbestätigung umgehen konnte, indem eine Datei direkt an das Gerät gesendet wurde. Insbesondere konnte der DoS-Fehler durch die Verwendung eines Dateinamens ausgelöst werden, der mit einem ungültigen UTF8-Fortsetzungsbyte beginnt.
Die ursprüngliche Behebung der unautorisierten Dateiübertragung markierte solche Dateien als “unbekannt” und löschte sie nach Abschluss der Übertragungssitzung von der Festplatte. Diese Maßnahme konnte jedoch umgangen werden, indem zwei verschiedene Dateien mit derselben “Payload-ID” in derselben Sitzung gesendet wurden, was dazu führte, dass nur eine der Dateien gelöscht wurde.
Or Yair, ein Forscher von SafeBreach, betonte, dass die Implikationen dieser Forschung über Quick Share hinausgehen und die gesamte Softwareindustrie betreffen. Er forderte die Anbieter auf, die eigentlichen Ursachen von Sicherheitslücken zu beheben, anstatt nur die Symptome zu behandeln.
Die Entdeckung dieser Schwachstelle unterstreicht die Notwendigkeit, dass Softwareanbieter ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich überprüfen und verbessern. In einer Zeit, in der Cyberangriffe immer raffinierter werden, ist es entscheidend, dass Unternehmen proaktiv handeln, um die Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten.
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