MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Google hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke in seinem Chrome-Browser geschlossen, die in einer Spionagekampagne gegen russische Medien und Bildungseinrichtungen ausgenutzt wurde. Diese Schwachstelle, bekannt als CVE-2025-2783, ermöglichte es Angreifern, die Sandbox des Browsers zu umgehen und Schadsoftware zu installieren.
Die kürzlich von Google behobene Sicherheitslücke in Chrome, die als CVE-2025-2783 bekannt ist, hat in der Technologiebranche für Aufsehen gesorgt. Diese Schwachstelle wurde von Kaspersky-Forschern entdeckt und als eine fehlerhafte Handhabung in Mojo auf Windows beschrieben. Angreifer nutzten diese Lücke, um die Sandbox von Chrome zu umgehen und gezielte Malware-Angriffe auf russische Medien und Bildungseinrichtungen durchzuführen.
Google hat schnell reagiert und ein Update für die Stable Desktop-Version von Chrome bereitgestellt, das weltweit für Windows-Nutzer ausgerollt wird. Obwohl das Update schrittweise verteilt wird, war es sofort verfügbar, als BleepingComputer nach Updates suchte. Nutzer können Chrome automatisch nach neuen Updates suchen lassen, um sicherzustellen, dass sie geschützt sind.
Die Details zu den Angriffen, bei denen die Schwachstelle ausgenutzt wurde, sind noch nicht vollständig bekannt. Google hat angekündigt, dass der Zugang zu den vollständigen Informationen eingeschränkt bleibt, bis die Mehrheit der Nutzer das Update installiert hat. Die Kaspersky-Forscher, die die Schwachstelle entdeckt haben, veröffentlichten jedoch einen Bericht, der weitere Einblicke in die Angriffe gibt.
In ihrem Bericht beschreiben die Kaspersky-Forscher, wie die Angreifer die Schwachstelle nutzten, um die Sandbox-Schutzmechanismen von Chrome zu umgehen und komplexe Malware zu installieren. Diese Angriffe sind Teil einer größeren Cyber-Spionagekampagne, die als Operation ForumTroll bekannt ist und sich gegen russische Organisationen richtet.
Die Angreifer verwendeten Phishing-Angriffe, um ihre Opfer auf die Domain primakovreadings[.]info umzuleiten. Diese Kampagne zielte darauf ab, sensible Informationen von Medien, Bildungseinrichtungen und Regierungsorganisationen in Russland zu sammeln. Die Kaspersky-Forscher vermuten, dass das Hauptziel der Angreifer Spionage war.
Zusätzlich zur Schwachstelle CVE-2025-2783 entdeckten die Forscher einen zweiten Exploit, der eine Remote-Code-Ausführung auf kompromittierten Systemen ermöglichte. Obwohl keine weiteren Informationen zu diesem zusätzlichen Exploit verfügbar sind, wird durch das Patchen von Chrome die gesamte Exploit-Kette deaktiviert und potenzielle Angriffe blockiert.
Diese Sicherheitslücke ist die erste Zero-Day-Schwachstelle, die Google im Jahr 2025 gepatcht hat. Im Vorjahr hatte das Unternehmen zehn Zero-Day-Schwachstellen behoben, die entweder in Angriffen ausgenutzt oder während des Pwn2Own-Hacking-Wettbewerbs demonstriert wurden. Die schnelle Reaktion von Google zeigt die Bedeutung, die das Unternehmen der Sicherheit seiner Nutzer beimisst.
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