MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Goldmarkt steht vor einer möglichen Korrektur, da Analysten vor einem Rückgang der Preise warnen. Trotz der jüngsten Höhenflüge, die durch geopolitische Unsicherheiten und wirtschaftliche Sorgen befeuert wurden, gibt es Anzeichen dafür, dass der Goldpreis in den kommenden Jahren sinken könnte.
Der Goldpreis hat in den letzten Monaten neue Rekordhöhen erreicht, was vor allem auf die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und die trüben Aussichten für die US-Wirtschaft zurückzuführen ist. Viele Anleger haben in Gold investiert, um sich gegen wirtschaftliche Turbulenzen und die steigende Inflation abzusichern. Doch Analysten wie Jon Mills von Morningstar warnen vor einer möglichen Korrektur des Goldpreises in den kommenden Jahren.
Mills prognostiziert, dass der Goldpreis auf 1.820 US-Dollar pro Unze fallen könnte, was einem Rückgang von etwa 38 Prozent gegenüber dem aktuellen Höchststand von über 3.000 US-Dollar entspricht. Diese Einschätzung steht im Gegensatz zu den Erwartungen vieler Experten, die weiterhin steigende Preise prognostizieren. Mills sieht jedoch mehrere Faktoren, die den Goldpreis unter Druck setzen könnten.
Ein wesentlicher Grund für die pessimistische Prognose ist das steigende Angebot an Gold. Die hohen Preise haben die Produzenten dazu motiviert, ihre Fördermengen zu erhöhen. Laut dem World Gold Council wird erwartet, dass der oberirdische Goldbestand bis Ende 2024 um 9 Prozent auf 216.265 Tonnen ansteigen wird. Auch das recycelte Gold dürfte zunehmen, was das Angebot weiter vergrößert.
Auf der Nachfrageseite gibt es ebenfalls Anzeichen für eine Abschwächung. Während Zentralbanken und private Anleger in den letzten Jahren verstärkt Gold gekauft haben, um ihre Reserven zu diversifizieren, zeigen Umfragen, dass viele Zentralbanken ihre Bestände im kommenden Jahr nicht weiter aufstocken wollen. Mills erwartet, dass die Nachfrage von Anlegerseite nachlässt, da wirtschaftliche Sorgen meist nur kurzfristige Impulse für den Goldpreis darstellen.
Ein weiteres Indiz für einen möglichen Höhepunkt des Goldpreises ist die Zunahme von Fusionen und Übernahmen in der Branche. Die M&A-Aktivität im Goldsektor ist laut S&P Global Market Intelligence im Jahr 2024 um 32 Prozent gestiegen, was oft als Zeichen für eine Marktspitze gewertet wird. Auch die Zahl neu aufgelegter Goldfonds hat zuletzt stark zugenommen.
Während Mills mit seiner pessimistischen Prognose relativ allein dasteht, gibt es auch optimistischere Stimmen. Die Bank of America hat ihre Preisprognose auf 3.500 US-Dollar pro Unze für die kommenden zwei Jahre angehoben, und auch Goldman Sachs rechnet mit weiteren Zuwächsen. Dennoch bleibt die Unsicherheit groß, und Anleger sollten vorsichtig sein, die aktuellen Spotpreise nicht in die Ewigkeit zu projizieren.
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