MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Ein neues Verfahren zur Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Akkus könnte die Art und Weise, wie wir mit ausgedienten Batterien umgehen, grundlegend verändern. Ein chinesisches Forschungsteam hat eine Methode entwickelt, die nicht nur effizient, sondern auch umweltfreundlich ist.
Die steigende Verbreitung von Lithium-Ionen-Batterien, die in Mobiltelefonen, Tablets und Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen, führt zu einer wachsenden Menge an ausgemusterten Akkus. Diese Entwicklung stellt die Recyclingindustrie vor neue Herausforderungen, da herkömmliche Verfahren oft umweltschädlich und kostenintensiv sind. Ein innovativer Ansatz, der von einem Forschungsteam der Central South University in Changsha entwickelt wurde, könnte nun Abhilfe schaffen.
Im Zentrum des neuen Verfahrens steht die Verwendung von Glycin, einer Aminosäure, die den pH-Wert der Lösung im neutralen Bereich hält. Dies ermöglicht eine umweltschonende Trennung von Lithium und anderen Metallen aus verbrauchten Akkus. Das Verfahren nutzt eine Kombination aus Eisen(II)-Salz, Natriumoxalat und Glycin, um eine dünne Schicht aus Eisen(II)-Oxalat auf den Partikeln zu bilden, die als Anode fungiert. Diese Schicht verhindert die Bildung unerwünschter Nebenprodukte und erleichtert den Elektronentransfer.
Der innovative Einsatz von Glycin in diesem Prozess stellt einen bedeutenden Fortschritt dar, da es die Notwendigkeit aggressiver Chemikalien reduziert und gleichzeitig die Effizienz steigert. In Laborversuchen konnten beeindruckende Rückgewinnungsraten erzielt werden: 99,99 Prozent des Lithiums, 96,86 Prozent des Nickels, 92,35 Prozent des Kobalts und 90,59 Prozent des Mangans wurden erfolgreich extrahiert.
Die Vorteile dieses Verfahrens sind vielfältig. Neben der Reduzierung der Umweltbelastung durch den Verzicht auf starke Säuren und Basen, könnte das Glycin-Abwasser sogar als Dünger weiterverwendet werden. Zudem verspricht das Verfahren eine erhebliche Senkung der Energiekosten im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.
Die Entwicklung dieser Technologie könnte weitreichende Auswirkungen auf die Recyclingindustrie haben. Durch die Möglichkeit, Altbatterien effizient und umweltfreundlich zu recyceln, wird nicht nur die Abhängigkeit von neuen Rohstoffen verringert, sondern auch ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet. Experten sehen in diesem Ansatz einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltigerer Technologien.
In der Zukunft könnte dieses Verfahren den Weg für großangelegte Recyclingprojekte ebnen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch sinnvoll sind. Die Integration solcher Technologien in bestehende Recyclingprozesse könnte die Effizienz weiter steigern und die Kosten senken, was letztlich auch den Endverbrauchern zugutekommen würde.
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