BALTIMORE / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Wissenschaftler der Johns Hopkins University haben mit Hilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie bahnbrechende Einblicke in die Funktionsweise von AMPA-Rezeptoren gewonnen, die für die neuronale Kommunikation entscheidend sind.

Die jüngsten Fortschritte in der Kryo-Elektronenmikroskopie haben es Forschern ermöglicht, die atomaren Details der Interaktion zwischen Glutamat und AMPA-Rezeptoren in Gehirnzellen zu entschlüsseln. Diese Rezeptoren sind entscheidend für die neuronale Kommunikation und spielen eine zentrale Rolle bei Lern- und Gedächtnisprozessen sowie bei neurologischen Störungen wie Epilepsie. Die Studie zeigt, dass Glutamat wie ein Schlüssel wirkt, der eine muschelartige Bewegung im Rezeptor auslöst und den Kanal öffnet, um den Fluss geladener Teilchen zu ermöglichen.

Die Forscher der Johns Hopkins University nutzten über eine Million Kryo-EM-Bilder, um die Dynamik der Rezeptoren auf atomarer Ebene zu erfassen. Diese bahnbrechenden Erkenntnisse könnten die Entwicklung neuer Medikamente unterstützen, die die Gehirnsignalisierung bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen modulieren. Die AMPA-Rezeptoren, die als Kanäle fungieren, interagieren mit Glutamat und ermöglichen den Eintritt geladener Teilchen, was elektrische Signale erzeugt, die die Kommunikation zwischen Neuronen bilden.

Um die winzigen Bewegungen der AMPA-Rezeptoren im Detail zu verstehen, verwendeten die Wissenschaftler ein hochspezialisiertes Mikroskop, um diese Kanäle während spezifischer Schritte im Kommunikationsprozess zu beobachten. Die Forscher erhitzten die Rezeptoren auf Körpertemperatur, bevor sie sie Glutamat aussetzten, und froren sie dann blitzschnell ein, um mit der Kryo-EM ein Bild der gebundenen Rezeptoren zu erhalten.

Die Ergebnisse der Studie, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der UTHealth Houston durchgeführt und von den National Institutes of Health finanziert wurde, wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Edward Twomey, Ph.D., Assistenzprofessor für Biophysik und biophysikalische Chemie an der Johns Hopkins University School of Medicine, betont, dass diese Erkenntnisse die Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente bilden könnten, die auf unterschiedliche Weise an AMPA-Rezeptoren binden, um die Signalisierungskanäle von Gehirnzellen zu öffnen oder zu schließen.

Die Forschung zeigt, dass die Aktivität von AMPA-Rezeptoren und Glutamat bei normaler Körpertemperatur zunimmt, was mehr Möglichkeiten bietet, diesen Prozess in Kryo-EM-Bildern festzuhalten. Diese Erkenntnisse könnten zu neuen therapeutischen Ansätzen führen, insbesondere bei der Behandlung von Epilepsie und kognitiven Störungen. Die Studie hebt hervor, wie wichtig es ist, die molekularen Mechanismen der neuronalen Kommunikation zu verstehen, um Fortschritte in der Behandlung neurologischer Erkrankungen zu erzielen.


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Glutamat als Schlüssel zur neuronalen Kommunikation: Neue Einblicke in AMPA-Rezeptoren
Glutamat als Schlüssel zur neuronalen Kommunikation: Neue Einblicke in AMPA-Rezeptoren (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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