MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Einsatz von Glyphosat, einem weit verbreiteten Herbizid, steht zunehmend im Fokus von Gesundheits- und Umweltdebatten. Während einige Experten auf potenzielle Gesundheitsrisiken hinweisen, bleibt die wissenschaftliche Gemeinschaft gespalten.
Glyphosat, ein Herbizid, das erstmals 1974 von Monsanto unter dem Markennamen Roundup eingeführt wurde, ist heute eines der am häufigsten verwendeten Unkrautvernichtungsmittel weltweit. Es wirkt, indem es ein Enzym hemmt, das für das Pflanzenwachstum unerlässlich ist. Diese Eigenschaft hat dazu geführt, dass es in der Landwirtschaft weit verbreitet ist, insbesondere bei gentechnisch veränderten Pflanzen, die gegen Glyphosat resistent sind.
Die Diskussion um Glyphosat ist komplex und polarisiert. Während die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) 2015 Glyphosat als “wahrscheinlich krebserregend für den Menschen” einstufte, kam die US-Umweltschutzbehörde (EPA) zwei Jahre später zu dem Schluss, dass Glyphosat “wahrscheinlich nicht krebserregend für den Menschen” sei, wenn es gemäß den Anweisungen verwendet wird.
Die Exposition gegenüber Glyphosat kann auf verschiedene Weise erfolgen: durch die Anwendung von Herbiziden, den Kontakt mit behandelten Pflanzen oder den Verzehr von Lebensmitteln, die Rückstände des Herbizids enthalten. Studien zeigen, dass Landarbeiter und Menschen, die in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen leben, höheren Expositionsniveaus ausgesetzt sind.
Einige epidemiologische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und einem erhöhten Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome bei Landarbeitern festgestellt, während andere Studien keinen solchen Zusammenhang fanden. Die Debatte wird durch die Tatsache erschwert, dass viele Studien auf Tierversuchen oder Zellkulturen basieren, die oft höhere Expositionsniveaus verwenden als die, denen Menschen normalerweise ausgesetzt sind.
Die Kontroverse um Glyphosat hat auch rechtliche und politische Dimensionen. Bayer, das Unternehmen, das Monsanto übernommen hat, hat Milliarden in die Beilegung von Klagen investiert, die behaupten, dass Glyphosat Krebs verursacht. Gleichzeitig haben einige Städte in den USA die Verwendung von Glyphosat in öffentlichen Parks und Spielplätzen eingeschränkt.
Für Verbraucher, die ihre Exposition gegenüber Glyphosat minimieren möchten, empfehlen einige Experten den Kauf von Bio-Lebensmitteln, insbesondere von Produkten, die aus Getreide wie Weizen, Hafer und Bohnen hergestellt werden, da diese kurz vor der Ernte mit Glyphosat behandelt werden können.
Die wissenschaftliche Gemeinschaft ist sich einig, dass weitere Forschung notwendig ist, um die langfristigen Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit besser zu verstehen. Bis dahin bleibt die Debatte um das Herbizid ein umstrittenes Thema, das sowohl die Landwirtschaft als auch die öffentliche Gesundheit betrifft.
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