DETROIT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – General Motors hat eine bedeutende strategische Neuausrichtung angekündigt, die den Fokus auf die Entwicklung autonomer Technologien für Privatfahrzeuge legt.
General Motors (GM) hat kürzlich eine strategische Neuausrichtung bekannt gegeben, die den Fokus auf die Entwicklung autonomer Technologien für Privatfahrzeuge legt. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wandel in der Unternehmensstrategie, da GM die Entwicklung von Robotaxis durch seine Tochtergesellschaft Cruise einstellt. Diese Umstrukturierung zielt darauf ab, jährliche Einsparungen von über 1 Milliarde US-Dollar zu erzielen und soll bis zur ersten Hälfte des Jahres 2025 abgeschlossen sein.
Die Entscheidung, sich auf die Autonomie im Privatfahrzeugsektor zu konzentrieren, wurde von GM-Sprecher Kevin Kelly gegenüber der Detroit Free Press erläutert. Er betonte, dass das Unternehmen größere Geschäftsmöglichkeiten in der persönlichen Fahrzeugautonomie sieht, anstatt in eine Robotaxi-Flotte zu investieren. Diese Flotte sollte ursprünglich von der in San Francisco ansässigen Tochtergesellschaft Cruise entwickelt werden.
Cruise, an dem GM die Mehrheit hält, wird nun mit den technischen Teams von GM zu einer gemeinsamen Einheit zusammengeführt. Diese Integration soll die Entwicklung von autonomem und assistiertem Fahren in Privatfahrzeugen vorantreiben. GM wird die Finanzierung der Robotaxi-Entwicklung einstellen, da zur Skalierung erhebliche Zeit und Ressourcen notwendig wären und der Wettbewerb in diesem Markt stetig wächst.
CEO Mary Barra erklärte, dass GM bestrebt sei, den Kunden erstklassige Fahrerlebnisse zu bieten und dabei diszipliniert sowie kapitalgerecht vorzugehen. Die Integration der Teams von Cruise in Verbindung mit den starken Marken und der Produktionskraft von GM soll die Transportvision des Unternehmens weiter voranbringen.
Diese Entscheidung folgt auf eine Phase intensiver Bemühungen von GM, die Wall Street von Cruises Fortschritten im Bereich der fahrerlosen Robotaxis zu überzeugen. Nach einem Vorfall im vergangenen Oktober in San Francisco, bei dem eine Fußgängerin schwer verletzt wurde, hatte Cruise alle Dienste vorübergehend eingestellt. Im Mai dieses Jahres wurde der Betrieb von überwachten autonomen Fahrten in Phoenix wieder aufgenommen, und bis Juni war Cruise auch in Dallas und Houston aktiv.
Obwohl GM jährlich etwa 2 Milliarden US-Dollar in Cruise investiert hat, konnte das Unternehmen bislang keinen Ertrag aus seiner Investition seit dem Kauf von Cruise im Jahr 2016 erzielen. Durch die Umstrukturierung erwartet GM, seine Ausgaben nach Umsetzung der Pläne, die bis zur ersten Hälfte des Jahres 2025 abgeschlossen sein sollen, um mehr als 1 Milliarde US-Dollar jährlich zu senken.
Finanzvorstand Paul Jacobson informierte Investoren, dass GM, das etwa 90 Prozent von Cruise besitzt, Vereinbarungen mit anderen Minderheitsaktionären getroffen hat, um deren Anteile zu kaufen und den GM-Anteil auf über 97 Prozent zu erhöhen. Die restlichen Anteile sollen im nächsten Jahr erworben werden.
GM plant, mit Cruises CEO Marc Whitten, CTO Mo Elshenawy und Präsident Craig Glidden zusammenzuarbeiten, um die Neustrukturierung voranzutreiben. Barra erklärte, dass diese Maßnahmen an den Rückkauf der Anteile und die Genehmigung durch den Cruise-Vorstand gebunden sind. Details zur Anzahl der Cruise-Mitarbeiter, die zu GM wechseln werden, stehen noch aus, doch Jacobson deutete an, dass dieser Schritt lange in Erwägung gezogen wurde.
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