MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat am 15. Januar 2025 ihren wissenschaftlichen Betrieb eingestellt. Dies markiert jedoch nicht das Ende der Mission, sondern den Beginn einer intensiven Phase der Datenanalyse, die bis 2030 andauern wird.
Die Gaia-Mission, die 2013 von der Europäischen Weltraumorganisation ESA gestartet wurde, hat am 15. Januar 2025 ihren wissenschaftlichen Betrieb eingestellt. Diese Entscheidung bedeutet jedoch nicht das Ende der Mission, sondern vielmehr den Beginn einer neuen Phase der Datenanalyse. Die gesammelten Daten, die bis 2030 vollständig ausgewertet werden sollen, versprechen neue Erkenntnisse über die Milchstraße und darüber hinaus.
Gaia hat in ihrer aktiven Phase fast zwei Milliarden Himmelskörper kartiert und damit den größten existierenden Sternenkatalog geschaffen. Diese Daten umfassen nicht nur die Positionen und Helligkeiten der Sterne, sondern auch deren Bewegungen und Oberflächentemperaturen. Die Präzision dieser Messungen ermöglicht es Wissenschaftlern, Annahmen über die Struktur und Entwicklung unserer Galaxie zu überprüfen, die zuvor nur grob geschätzt werden konnten.
Ein bemerkenswertes Beispiel für die Leistungsfähigkeit von Gaia ist die Entdeckung eines ungewöhnlich massereichen, ruhenden schwarzen Lochs in der Milchstraße im Juni 2024. Im Gegensatz zu aktiven schwarzen Löchern, die durch Röntgenstrahlung sichtbar werden, konnte dieses ruhende schwarze Loch durch die genaue Vermessung der Umlaufbahn eines Begleitsterns nachgewiesen werden. Diese Entdeckung wird dazu beitragen, die Häufigkeit solcher Objekte in unserer Galaxie besser zu verstehen.
Die Mission wurde von Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer durchgeführt, mit bedeutenden Beiträgen aus Deutschland, darunter das Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg und das Max-Planck-Institut für Astronomie. Diese Zusammenarbeit zeigt die internationale Dimension und den wissenschaftlichen Wert der Gaia-Mission.
Die Daten von Gaia werden noch Jahrzehnte lang ausgewertet werden können und bieten eine beispiellose Grundlage für die Himmelsforschung. Die Veröffentlichung der letzten Daten wird das offizielle Ende der Mission markieren, doch die Auswirkungen auf die Astronomie werden weit über diesen Zeitpunkt hinausreichen.
Mit der beispiellosen Präzision der Gaia-Messungen wird die Mission als Meilenstein in der Weltraumforschung angesehen. Sie hat nicht nur die Erwartungen übertroffen, sondern auch neue Standards für die Genauigkeit in der Astronomie gesetzt. Die kommenden Jahre der Datenanalyse versprechen, das Verständnis unserer Galaxie und ihrer Entwicklung erheblich zu vertiefen.
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