MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die geplanten Fusionsgespräche zwischen der Allianz und Amundi, zwei Schwergewichten der europäischen Vermögensverwaltung, sind vorerst ins Stocken geraten. Trotz intensiver Verhandlungen über mehr als ein Jahr hinweg konnten die Parteien keine Einigung über die Kontrollstruktur des fusionierten Unternehmens erzielen.
Die Gespräche zwischen der Allianz und Amundi zur Zusammenführung ihrer Vermögensverwaltungssparten wurden vorerst gestoppt. Der Hauptkonfliktpunkt lag in der Frage der Kontrolle über das fusionierte Unternehmen. Während die Allianz eine gleichberechtigte Führung anstrebte, wollte Crédit Agricole, der Mehrheitseigner von Amundi, die Kontrolle behalten. Diese Differenzen führten dazu, dass die Verhandlungen nach über einem Jahr sporadischer Gespräche pausiert wurden.
Die geplante Fusion hätte ein europäisches Finanzimperium mit einem verwalteten Vermögen von fast 2,8 Billionen Euro geschaffen. Diese Entwicklung zeigt die Herausforderungen auf, die mit großen Fusionen und Übernahmen im Bereich der Vermögensverwaltung verbunden sind. Der Stopp der Gespräche verdeutlicht die Komplexität solcher Transaktionen, insbesondere wenn es um die Machtverteilung geht.
Amundi, mit einem verwalteten Vermögen von 2,2 Billionen Euro, betrachtete die Allianz-Übernahme eher als Akquisition, während die Allianz auf eine Partnerschaft abzielte. Fortschritte wurden erzielt, als Crédit Agricole bereit war, seinen Anteil unter 50 Prozent zu senken, um der Allianz eine größere Beteiligung zu ermöglichen. Innerhalb der Allianz gab es jedoch Bedenken, dass ein solcher Schritt die strategische Flexibilität und Kontrolle über das Vermögensverwaltungsgeschäft einschränken könnte.
In der Branche herrscht derzeit ein starker Konsolidierungsdruck, da Vermögensverwalter nach Größe, Wachstum und neuen Kunden suchen. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die kürzliche Übernahme der Axa Investment Managers durch BNP Paribas für 5 Milliarden Euro, wodurch ein europäischer Akteur mit einem verwalteten Vermögen von 1,5 Billionen Euro entstand. Auch Natixis erkundet derzeit die Möglichkeiten einer Fusion mit der italienischen Generali.
Die Allianz hatte in der Vergangenheit Gespräche über ein potenzielles Joint Venture mit DWS geführt, diese Pläne sind jedoch ebenfalls nicht mehr aktuell. In einer Branche, die von Margendruck und der Expansion großer amerikanischer Firmen betroffen ist, bleibt die Suche nach strategischen Partnerschaften und Fusionen ein zentrales Thema.
Die Zukunft der Verhandlungen zwischen Allianz und Amundi bleibt ungewiss, doch besteht die Möglichkeit, dass die Gespräche zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden könnten. Die Entwicklung wird von der Branche genau beobachtet, da sie Auswirkungen auf die europäische Vermögensverwaltungslandschaft haben könnte.
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