BOCHOLT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der Chef des Maschinenbauers Flender, Andreas Evertz, hat auf der Hannover Messe deutliche Worte zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gefunden. Er sieht China als Vorbild in Sachen Geschwindigkeit und Innovationskraft und fordert, dass Deutschland sich in diesen Bereichen verbessern muss.
Andreas Evertz, Vorstandsvorsitzender der Flender GmbH, hat auf der Hannover Messe eine klare Botschaft an die deutsche Industrie gesendet: Deutschland muss sich in Sachen Innovationskraft und Geschwindigkeit an China orientieren. Evertz, dessen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro und weltweit 8500 Beschäftigten ein führender Anbieter in der Antriebstechnik ist, sieht die Notwendigkeit, sich nicht auf traditionellen deutschen Tugenden wie Ingenieurskunst und Qualitätsführerschaft auszuruhen.
In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betonte Evertz, dass chinesische Wettbewerber oft schneller und innovativer seien, insbesondere im Bereich der Hochtechnologie wie Windkraftgetriebe, einem zentralen Geschäftsfeld von Flender. Während früher chinesische Firmen deutsche Technologien kopierten, investieren sie heute massiv in eigene Innovationen.
Flender hat in China ein hochmodernes Werk mit einem komplett digitalen Engineering-Prozess etabliert, was Evertz als einzigartigen Vorteil hervorhebt. Dennoch warnt er, dass Deutschland insgesamt zu langsam und zu teuer sei. Kostensenkungen seien unvermeidlich, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.
Auch andere deutsche Industriegrößen wie Festo und Kaeser teilen diese Einschätzung. Thomas Böck von Festo kritisiert, dass Deutschland an Attraktivität für Investitionen verloren habe, während Thomas Kaeser von Kaeser den Standort Deutschland in akuter Gefahr sieht. Beide fordern mehr Investitionen in Forschung, Entwicklung und Bildung.
Trotz der Herausforderungen bleibt Evertz optimistisch und sieht Wachstumspotenzial für Flender. Er betont, dass der technologische Fortschritt Anpassungen an globale Marktgegebenheiten erfordert, was auch Auswirkungen auf den Standort Deutschland hat. Seine zentrale Botschaft ist klar: Deutschland muss schneller, innovativer und kostengünstiger werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.
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