MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Bedrohung durch Cyberkriminalität nimmt mit der neuesten Entwicklung der Gruppe FIN7, auch bekannt als Carbon Spider, weiter zu. Diese Gruppe hat eine neue Backdoor namens Anubis entwickelt, die speziell auf Windows-Systeme abzielt und über kompromittierte SharePoint-Seiten verteilt wird.
Die Cyberkriminalitätsgruppe FIN7, die in der Vergangenheit bereits durch ihre raffinierten Angriffe auf Unternehmen weltweit bekannt wurde, hat erneut zugeschlagen. Mit der Einführung der Anubis-Backdoor, einer Python-basierten Malware, die speziell für Windows-Systeme entwickelt wurde, zeigt die Gruppe einmal mehr ihre Fähigkeit zur Anpassung und Weiterentwicklung ihrer Angriffsmethoden. Diese Backdoor ermöglicht es Angreifern, vollständige Kontrolle über infizierte Systeme zu erlangen, indem sie remote Shell-Befehle ausführen und andere Systemoperationen durchführen können.
FIN7, auch unter den Namen Carbon Spider, ELBRUS und Gold Niagara bekannt, hat sich in den letzten Jahren von einem reinen Datendiebstahl hin zu einem Ransomware-Partner entwickelt. Diese Entwicklung zeigt sich auch in ihrer neuesten Strategie, bei der sie die Anubis-Backdoor über kompromittierte SharePoint-Seiten verbreiten. Diese Seiten dienen als Plattform für Malspam-Kampagnen, die darauf abzielen, Opfer dazu zu verleiten, die schädliche Nutzlast auszuführen.
Die Anubis-Backdoor wird in Form eines ZIP-Archivs geliefert, das einen Python-Skript enthält. Dieses Skript ist darauf ausgelegt, die Hauptnutzlast direkt im Speicher zu entschlüsseln und auszuführen. Nach der Aktivierung stellt die Backdoor eine Verbindung zu einem entfernten Server über einen TCP-Socket im Base64-kodierten Format her. Diese Kommunikation ermöglicht es den Angreifern, IP-Adressen zu sammeln, Dateien hoch- und herunterzuladen, die Windows-Registry zu ändern und sogar sich selbst zu beenden.
Eine unabhängige Analyse der Anubis-Backdoor durch das deutsche Sicherheitsunternehmen GDATA hat gezeigt, dass die Malware auch in der Lage ist, von den Angreifern bereitgestellte Antworten als Shell-Befehl auf dem Zielsystem auszuführen. Diese Funktionalität ermöglicht es den Angreifern, Aktionen wie Keylogging, das Erstellen von Screenshots oder das Stehlen von Passwörtern durchzuführen, ohne diese Funktionen direkt auf dem infizierten System zu speichern. Dies reduziert das Risiko einer Entdeckung erheblich.
Die zunehmende Bedrohung durch solche fortschrittlichen Malware-Tools unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen. Die Fähigkeit von FIN7, bestehende Sicherheitslösungen zu umgehen und neue Angriffsmethoden zu entwickeln, stellt eine erhebliche Herausforderung für IT-Sicherheitsteams dar. Experten raten dazu, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen und die Mitarbeiter über die neuesten Bedrohungen und Phishing-Methoden zu informieren.
In der Zukunft wird erwartet, dass FIN7 und ähnliche Gruppen ihre Techniken weiter verfeinern und neue Wege finden werden, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Unternehmen müssen daher proaktiv handeln und in fortschrittliche Sicherheitslösungen investieren, um sich gegen diese ständig wachsenden Bedrohungen zu schützen.
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