NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle könnten die US-Wirtschaft vor eine doppelte Herausforderung stellen: steigende Inflation und sinkende Beschäftigung. Dies könnte die Federal Reserve in eine schwierige Lage bringen, da sie zwischen der Kontrolle der Inflation und der Unterstützung des Arbeitsmarktes balancieren muss.
Die Ankündigung neuer Zölle durch US-Präsident Donald Trump hat die Diskussion über mögliche wirtschaftliche Auswirkungen in den USA neu entfacht. Tom Barkin, Präsident der Federal Reserve Bank of Richmond, warnte kürzlich in New York, dass diese Zölle sowohl die Inflation anheizen als auch die Beschäftigung dämpfen könnten. Diese Situation stellt die Federal Reserve vor eine komplexe geldpolitische Herausforderung, da sie zwischen der Bekämpfung der Inflation und der Unterstützung des Arbeitsmarktes abwägen muss.
Barkin betonte, dass die von Trump angekündigten „reciprocal tariffs“ eine klassische Preis-Schock-Situation auslösen könnten. Dies würde zu einem Kräftemessen zwischen Verbrauchern, die nicht bereit sind, höhere Preise zu zahlen, und Anbietern, die diese weitergeben wollen, führen. Ein Teil der erhöhten Importkosten würde unweigerlich in den Konsumentenpreisen landen, was einen klar inflationären Impuls darstellt.
Gleichzeitig sieht Barkin Risiken für den Arbeitsmarkt. Höhere Preise könnten die Konsumnachfrage belasten, was wiederum die Umsätze der Unternehmen drückt. Unternehmen, die Preiserhöhungen nicht durchsetzen können, könnten gezwungen sein, ihre Margen durch Kostensenkungen zu stabilisieren, was oft zu Entlassungen führt. „Wenn du die Preise nicht anheben kannst, verlierst du Marge. Dann drehst du an der Effizienz – und das bedeutet oft weniger Mitarbeiter“, so Barkin.
Die Unsicherheit über das genaue Ausmaß der Handelsmaßnahmen bleibt bestehen, da Trump die Details seiner Zollstrategie erst bekannt geben will. Die Federal Reserve hat in ihren jüngsten Projektionen bereits erste Effekte der angekündigten Wirtschaftspolitik einkalkuliert. Der Leitzins wurde in der Spanne von 4,25 % bis 4,5 % belassen.
In den aktualisierten Prognosen der Fed wurde das Inflationsziel von 2 % erneut verfehlt, sowohl die Gesamt- als auch die Kerninflation wurden nach oben korrigiert. Gleichzeitig erwartet die Fed einen Rückgang des BIP-Wachstums auf 1,7 % sowie einen Anstieg der Arbeitslosenquote. Fed-Chef Jerome Powell äußerte sich zurückhaltend und betonte, dass die Effekte der Zölle vermutlich vorübergehend seien.
Die Diskussionen innerhalb der Fed über den künftigen Kurs nehmen zu, auch wenn Barkin in diesem Jahr nicht zum stimmberechtigten Kreis im geldpolitischen Ausschuss gehört. Die Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zwischen der Kontrolle der Inflation und der Unterstützung des Arbeitsmarktes zu finden, während die Auswirkungen der Zölle auf die Wirtschaft noch unklar sind.
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