MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Europas Luftfahrtindustrie steht vor einer entscheidenden Phase. Das Future Combat Air System (FCAS) soll die europäische Antwort auf die Herausforderungen der modernen Luftfahrt sein und die Abhängigkeit von den USA verringern. Doch das ambitionierte Projekt kämpft mit internen und externen Hürden.
Das Future Combat Air System (FCAS) ist Europas ambitioniertes Projekt, um ein Kampfflugzeug der sechsten Generation zu entwickeln. Dieses System soll nicht nur fliegen, sondern auch denken können, indem es Drohnen kommandiert und im Schwarm operiert. Ziel ist es, die europäische Luftwaffe von der Abhängigkeit von US-amerikanischen Technologien zu befreien. Doch bisher existiert das FCAS nur auf dem Reißbrett, und die Zeit drängt.
Während die USA bereits an der Nachfolge der F-35 arbeiten, steht das europäische Milliardenprojekt vor Herausforderungen. Airbus und Dassault, die beiden Hauptakteure, sind sich in vielen Fragen noch uneinig, insbesondere was Führungsrollen und Zuständigkeiten betrifft. Kritiker fragen sich, ob das FCAS-Projekt überhaupt noch zu retten ist.
Die technische Vision des FCAS ist kühn: Ein System aus bemannten Kampfjets, Drohnenschwärmen und einer zentralen Combat Cloud, die alle Informationen in Echtzeit verarbeitet. Doch die Ambitionen kollidieren mit der Realität. Der Antrieb des Systems, an dem rund 1.000 Ingenieure arbeiten, ist noch Zukunftsmusik. MTU und Safran sollen gemeinsam eine neue Generation von Triebwerken entwickeln, die leiser und effizienter sind als alles bisher Dagewesene.
Ein weiteres großes Defizit liegt im Bereich der Software. Die Combat Cloud soll Sensoren, Piloten, Drohnen und Bodenstationen miteinander vernetzen. Doch hier hinkt Europa hinterher. Während die USA mit ihrer Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) militärische Grundlagenforschung vorantreiben, scheitert FCAS an deutschen Zivilklauseln, die militärische Beteiligung von Forschungseinrichtungen blockieren.
Die Konkurrenz schläft nicht. Großbritannien, Italien und Japan treiben unter dem Label Global Combat Air Programme (GCAP) ein eigenes Jetprojekt voran. Erste Prototypen sollen bereits 2027 abheben. Diese Entwicklungen könnten Airbus und Dassault den Rang ablaufen, wenn es nicht zu einem Zusammenschluss kommt.
Um das FCAS-Projekt voranzutreiben, braucht es Führung und Tempo. Experten fordern eine europäische DARPA und drängen auf einen ersten Prototyp vor 2030. Die strategische Lage ist klar: Europa muss militärisch souveräner werden, um nicht dauerhaft in Abhängigkeit zu geraten. FCAS ist mehr als ein technisches Projekt, es ist ein geopolitisches Statement.
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