MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Europas Banken haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich als ernstzunehmende Konkurrenz zu den US-amerikanischen Tech-Giganten etabliert. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Zeichen für die Stärke des europäischen Finanzsektors, sondern auch für die Attraktivität von Value-Stocks in einem sich wandelnden Marktumfeld.
Europas Banken haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Performance gezeigt, die sie in den Fokus von Investoren gerückt hat. Der Stoxx 600 banks index, der die 47 größten börsennotierten Banken Europas umfasst, hat seit Anfang 2022 eine Rendite von über 200 Prozent erzielt. Diese Entwicklung übertrifft sogar die Performance der sogenannten ‘Magnificent 7’ aus dem US-Tech-Sektor, die im gleichen Zeitraum um etwa 190 Prozent gestiegen sind.
Ein genauerer Blick auf diese Entwicklung zeigt jedoch, dass der Ausgangspunkt eine entscheidende Rolle spielt. Während die europäischen Banken seit 2022 stark aufgeholt haben, bleibt ihre langfristige Performance im Vergleich zu den US-Tech-Giganten bescheiden. Betrachtet man den Zeitraum ab 2015, so haben die ‘Magnificent 7’ um beeindruckende 2.700 Prozent zugelegt, während die Banken kaum Fortschritte gemacht haben. Dies verdeutlicht, dass vermeintlich unterbewertete Value-Stocks jederzeit wieder an Fahrt gewinnen können.
Der jüngste Kursanstieg der europäischen Banken folgte auf eine langjährige Flaute. Als die Zinsen stiegen, profitierten Banken zunächst stärker als andere Sektoren. Obwohl das Zinsniveau inzwischen wieder rückläufig ist, wird es voraussichtlich nicht auf die Nulllinie zurückfallen. Analysten prognostizieren, dass das durchschnittliche Return on Common Equity der Branche von 12 Prozent im Jahr 2024 auf 11,1 Prozent im Jahr 2026 sinken wird, was jedoch immer noch fast doppelt so hoch ist wie in großen Teilen des vergangenen Jahrzehnts.
Die Bewertung der europäischen Banken ist ebenfalls ein komplexes Thema. Der Stoxx 600 banks index notiert heute nahe am Buchwert, was über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 0,7 liegt. Betrachtet man jedoch den Zeitraum vor 2013, liegt der langfristige Mittelwert eher bei 1,1. Zum Vergleich: Der KBW US banks index weist derzeit fast 1,5 auf, während der globale MSCI ACWI Banks bei 1,2 rangiert.
Ein entscheidender Faktor für die Attraktivität der europäischen Banken ist der künftige Cashflow für Aktionäre. Die Institute glänzen mit einer Rendite von rund 10 Prozent, gemessen an Dividenden und Rückkäufen zusammen. Dies wirkt stützend auf die Kurse. Angesichts zahlreicher Unsicherheiten, vom Zinsumfeld bis zu regionalen Marktrisiken, dürfte die extreme Dynamik der vergangenen Monate zwar schwer durchzuhalten sein. Dennoch ist offenbar noch Luft nach oben, bevor die Bewertungen allzu ‘magnificent’ werden.
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