BRÜSSEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Das Europäische Parlament hat kürzlich für eine rasche Anpassung des Lieferkettengesetzes gestimmt, was eine Verschiebung der Umsetzungsfristen auf das Jahr 2028 in Betracht zieht. Diese Entscheidung spaltet die politischen Lager: Während rechte und liberale Fraktionen das Eilverfahren unterstützen, warnen linke Fraktionen vor einer möglichen Schwächung des Gesetzes.

Die jüngste Entscheidung des Europäischen Parlaments, das Lieferkettengesetz zügig anzupassen, hat eine hitzige Debatte ausgelöst. Mit einer deutlichen Mehrheit von 427 zu 221 Stimmen wurde für ein Eilverfahren gestimmt, das die Umsetzungsfristen auf 2028 verschieben könnte. Diese Maßnahme wird von Fraktionen, die sich rechts der Mitte und bei den Liberalen verorten, unterstützt, während linke Fraktionen Bedenken äußern.

Das Lieferkettengesetz, das erst im vergangenen Jahr in Kraft trat, zielt darauf ab, Unternehmen weltweit für Menschenrechtsverletzungen wie Kinder- oder Zwangsarbeit zur Verantwortung zu ziehen. Doch viele Unternehmen befürchten, dass die Regelungen zu einer übermäßigen Formalität führen könnten, die den administrativen Aufwand erheblich erhöht.

René Repasi, Vorsitzender der SPD-Delegation im Europaparlament, kritisiert das Eilverfahren scharf. Er warnt davor, dass entscheidende Beratungen übergangen werden könnten, was das Gesetz im Kern schwächen würde. Sein CDU-Kollege Daniel Caspary hingegen sieht im beschleunigten Verfahren eine Chance, den Bürokratieaufwand für Unternehmen zu reduzieren und effizienter zu gestalten.

Die Diskussion um das Lieferkettengesetz spiegelt eine tiefere politische Spaltung wider, die sich in der EU abzeichnet. Während einige die Notwendigkeit sehen, Unternehmen stärker in die Pflicht zu nehmen, um globale Standards zu setzen, sehen andere die Gefahr, dass zu strenge Regelungen die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beeinträchtigen könnten.

Die Zukunft des Lieferkettengesetzes bleibt ungewiss. Welche spezifischen Änderungen letztlich genügend Unterstützung finden werden, ist noch offen. Klar ist jedoch, dass die Debatte um die Balance zwischen regulatorischen Anforderungen und wirtschaftlicher Freiheit weiter schwelen wird.


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Europäisches Lieferkettengesetz: Bürokratieabbau oder Gesetzesschwächung?
Europäisches Lieferkettengesetz: Bürokratieabbau oder Gesetzesschwächung? (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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