BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In einer Zeit geopolitischer Unsicherheiten haben führende Verteidigungschefs Europas ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigt und die Bedeutung der Ukraine Defense Contact Group (UDCG) hervorgehoben.

Die Ukraine Defense Contact Group, auch bekannt als Ramstein-Gruppe, hat sich als entscheidendes Forum für die Koordination internationaler Militärhilfe für die Ukraine etabliert. Seit ihrer Gründung hat die Gruppe, die von über 50 Nationen unterstützt wird, regelmäßig Treffen abgehalten, um neue Runden militärischer und finanzieller Unterstützung zu organisieren. Diese Treffen, die oft auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland stattfinden, sind ein zentraler Bestandteil der europäischen Verteidigungsstrategie geworden. Die Verteidigungsminister aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Polen und Italien trafen sich kürzlich in Berlin, um die Fortführung dieser Gruppe zu besprechen. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius betonte die Wichtigkeit, die UDCG auch unter der neuen US-Regierung fortzuführen, da die Unterstützung der USA als entscheidend für die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine angesehen wird. Ein weiteres Ziel der europäischen Verteidigungschefs ist der Aufbau der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Durch die lokale Produktion von Waffen könnten Bereitstellungszeiten verkürzt werden, was insbesondere in der aktuellen Krisensituation von Bedeutung ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bereitstellung von Drohnen mit künstlicher Intelligenz sowie auf der Lieferung von Munition, insbesondere Artilleriegeschossen. Frankreich hat angekündigt, in den kommenden Wochen Mistral-Luftabwehrraketen und andere Waffensysteme an die Ukraine zu liefern. Diese Unterstützung wird durch Zinseinnahmen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert, was eine innovative Lösung darstellt, die sowohl französische als auch europäische Steuerzahler erfreuen dürfte. Darüber hinaus hat Frankreich eine Brigade in Ostfrankreich ausgebildet, die mit gepanzerten Mannschaftstransportwagen und Artillerie ausgestattet ist. Diese Ausbildung ergänzt die Bemühungen Frankreichs in Polen, wo ebenfalls ukrainische Truppen trainiert werden. Die Verteidigungsminister betonten die Notwendigkeit, die militärische Unterstützung für die Ukraine aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die eigenen Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Die europäische Verteidigungsstrategie sieht auch die Entwicklung eines landgestützten Langstrecken-Marschflugkörpers vor, bekannt als European Long-Range Strike Approach (ELSA). Frankreich, Deutschland, Italien und Polen haben sich im Juli für dieses Projekt verpflichtet, und das Vereinigte Königreich sowie Schweden werden sich später im Jahr anschließen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Sicherheitsfähigkeit Europas sowohl gegen Bedrohungen aus dem Osten als auch aus dem Nahen Osten zu stärken. Die USA und Deutschland haben sich darauf geeinigt, US-amerikanische Mittel- und Langstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, um Russland abzuschrecken. Dies wird als Zwischenlösung angesehen, bis das ELSA-Projekt Ergebnisse liefert. Es bleibt abzuwarten, ob die kommende US-Regierung diese Verpflichtung einhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, müssten alternative Lösungen in Betracht gezogen werden.

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Europäische Verteidigungschefs setzen auf fortgesetzte Unterstützung für die Ukraine
Europäische Verteidigungschefs setzen auf fortgesetzte Unterstützung für die Ukraine (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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