BRÜSSEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Europäische Kommission und die britische Wettbewerbsbehörde haben eine bedeutende Entscheidung getroffen, die die Automobilindustrie erschüttert. Mehrere führende europäische Autohersteller wurden mit einer Geldstrafe von über 550 Millionen Euro belegt, nachdem sie an einem Kartell zur Fahrzeugrecycling teilgenommen hatten.
Die Europäische Kommission und die britische Wettbewerbsbehörde haben eine umfassende Untersuchung abgeschlossen, die zu einer erheblichen Geldstrafe für einige der größten Automobilhersteller der Welt geführt hat. Volkswagen, Renault und andere namhafte Unternehmen wurden wegen ihrer Beteiligung an einem Recycling-Kartell zur Verantwortung gezogen. Insgesamt belaufen sich die Strafen auf über 550 Millionen Euro, wobei die EU-Kommission allein 458 Millionen Euro gegen 15 große Automobilhersteller verhängte.
Das Kartell, das zwischen 2002 und 2017 aktiv war, koordinierte die Positionen der Hersteller, indem sie sich weigerten, für das Recycling von „End-of-Life“-Fahrzeugen zu zahlen. Diese Fahrzeuge, die als Abfall kategorisiert sind, wurden von den Herstellern nicht angemessen entsorgt, was zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führte. Die britische Wettbewerbsbehörde verhängte zusätzlich eine Strafe von 77,7 Millionen Pfund gegen zehn Automobilhersteller und zwei Handelsverbände.
Mercedes-Benz entging einer Strafe, da das Unternehmen die europäischen Regulierungsbehörden bereits 2019 über das Kartell informierte. Diese Kooperation wurde von den Behörden als entscheidend angesehen, um das Ausmaß der Absprachen aufzudecken. Die höchste Strafe der EU-Kommission wurde mit 128 Millionen Euro gegen Volkswagen verhängt, während Ford in Großbritannien mit einer Strafe von 18,5 Millionen Pfund belegt wurde.
Die Untersuchung ergab, dass die Hersteller illegal vereinbart hatten, nicht miteinander zu konkurrieren, wenn es darum ging, den Recyclinganteil ihrer Fahrzeuge zu bewerben. Diese Absprachen wurden durch die Europäische Automobilherstellervereinigung ACEA erleichtert, die auch bei Treffen intervenierte, wenn Unternehmen von den Vereinbarungen abwichen.
Die EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte, dass die Kommission keine Kartelle dulden werde, die das Bewusstsein der Verbraucher für umweltfreundlichere Produkte unterdrücken. Lucilia Falsarella Pereira von der britischen Wettbewerbsbehörde erklärte, dass es illegal sei, wenn Unternehmen sich absprechen, um den Wettbewerb zu beschränken oder Preise für Dienstleistungen zu vereinbaren.
Mercedes-Benz erklärte, dass das Unternehmen frühzeitig und umfassend mit den Behörden kooperiert habe, um seine Aktionäre und Mitarbeiter vor erheblichen finanziellen und reputationsbezogenen Risiken zu schützen. Auch die ACEA und der britische Verband SMMT gaben an, vollumfänglich mit den Untersuchungen kooperiert zu haben, obwohl sie die Verstöße einräumten.
Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung von Recycling und Umweltschutz in der Automobilindustrie, insbesondere im Hinblick auf die Ziele der EU für eine Kreislaufwirtschaft. Die Strafen sollen als Warnung an andere Unternehmen dienen, dass wettbewerbswidriges Verhalten nicht toleriert wird.
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