BRÜSSEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Europäische Union steht vor einer entscheidenden Phase im Handelskonflikt mit den USA. Angesichts der drohenden Zölle, die von der US-Regierung unter Donald Trump angekündigt wurden, erwägt die EU den Einsatz eines mächtigen Instruments, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu schützen.
Die Europäische Union sieht sich mit einer neuen Herausforderung konfrontiert, da die USA unter der Führung von Donald Trump zusätzliche Zölle auf Importe aus Europa und anderen Ländern planen. Diese Maßnahmen, die als Teil von Trumps ‘Tag der Befreiung’ angekündigt wurden, könnten erhebliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben. Besonders betroffen wären europäische Autohersteller, da Trump plant, 25 Prozent Zusatzzölle auf alle Autoimporte zu erheben.
In Reaktion auf diese Bedrohung erwägt die EU den Einsatz des Anti-Coercion Instruments (ACI), das seit Dezember 2023 in Kraft ist. Dieses Instrument ermöglicht es der EU, den Handel mit einem Drittstaat, der Europa bedroht, vollständig einzustellen. Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses der EU, bezeichnete das ACI als ‘Atombombe in der Wirtschaft’, die jedoch nur im Notfall eingesetzt werden sollte.
Das ACI wurde ursprünglich als Reaktion auf Chinas aggressive Wirtschaftspolitik entwickelt, insbesondere nach dem Importstopp aus Litauen. Doch angesichts der aktuellen Entwicklungen wird das Instrument nun auch als mögliche Antwort auf die USA in Betracht gezogen. Ignacio García Bercero, ein ehemaliger Handelsexperte der EU, betonte die Bedeutung des Instruments angesichts der unvorhersehbaren Maßnahmen der Trump-Regierung.
Der Prozess zur Anwendung des ACI ist komplex und erfordert die Anerkennung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen durch den Drittstaat. Sollte nach sechs Monaten keine Einigung erzielt werden, kann die EU den Handel mit dem betreffenden Land einschränken oder stoppen. Dies erfordert jedoch die Zustimmung von mindestens der Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten.
Die möglichen Maßnahmen der EU sind vielfältig und umfassen die Erhöhung von Zöllen, den Ausschluss von Unternehmen aus öffentlichen Aufträgen oder die Begrenzung von Exporten und Importen. Diese Maßnahmen sollen eine wirksame Drohkulisse aufbauen, um die EU-Interessen zu schützen.
Obwohl die EU bisher zögerlich war, das ACI gegen die USA einzusetzen, könnte sich dies ändern, wenn die Trump-Regierung weiterhin europäische Unternehmen unter Druck setzt. Die EU sieht dies zunehmend als Eingriff in ihre Entscheidungsfreiheit und könnte gezwungen sein, zu handeln, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu wahren.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die EU bereit ist, diese ‘Bazooka’ gegen die USA einzusetzen. Der Handelskonflikt könnte sich weiter zuspitzen, und die EU muss abwägen, ob sie das ACI als letztes Mittel einsetzen will, um ihre Position in der globalen Wirtschaft zu verteidigen.
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