MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Europäische Arzneimittelagentur (Ema) hat die Zulassung für das Alzheimer-Medikament Donanemab aufgrund zu hoher Risiken abgelehnt. Dies ist ein Rückschlag für viele Betroffene und deren Angehörige, die auf neue Therapiemöglichkeiten hoffen.
Die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (Ema), das Alzheimer-Medikament Donanemab nicht zuzulassen, hat in der medizinischen Gemeinschaft und bei Patienten für Aufsehen gesorgt. Donanemab, ein Antikörper-Wirkstoff, der bereits in den USA, Japan, China und Großbritannien zugelassen ist, sollte Patienten im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit helfen. Doch die Ema bewertete die Risiken, insbesondere die Möglichkeit tödlicher Hirnschwellungen und Blutungen, als zu hoch.
In Deutschland leben über eine Million Menschen mit Alzheimer, und die Hoffnung auf neue Behandlungsmöglichkeiten ist groß. Donanemab, das unter dem Produktnamen Kisunla bekannt ist, kann den Krankheitsverlauf im Frühstadium verlangsamen, jedoch weder stoppen noch heilen. Die Entscheidung der Ema zeigt die Herausforderungen bei der Entwicklung sicherer und effektiver Therapien für neurodegenerative Erkrankungen.
Die Ema hatte zuvor auch beim Wirkstoff Lecanemab Bedenken geäußert, bevor sie schließlich die Zulassung empfahl. Nach einer Änderung des Zulassungsantrags und einer erneuten Prüfung, die Untergruppenanalysen berücksichtigte, wurde Lecanemab als vorteilhaft eingestuft. Diese Erfahrung zeigt, dass der Weg zur Zulassung neuer Medikamente oft von Unsicherheiten und Anpassungen begleitet wird.
Der europäische Markt wartet weiterhin auf ein Medikament, das direkt auf den Verlauf der Alzheimer-Krankheit abzielt. Während in anderen Regionen der Welt bereits Fortschritte gemacht wurden, bleibt Europa vorsichtig. Die Entscheidung der Ema unterstreicht die Bedeutung strenger Sicherheitsstandards, um Patienten vor potenziell gefährlichen Nebenwirkungen zu schützen.
Die Ablehnung von Donanemab könnte auch Auswirkungen auf die Forschung und Entwicklung neuer Alzheimer-Therapien haben. Unternehmen müssen möglicherweise ihre Strategien überdenken und sich auf die Entwicklung sichererer und effektiverer Lösungen konzentrieren. Die Hoffnung bleibt, dass zukünftige Fortschritte in der Medizin den Betroffenen bessere Behandlungsmöglichkeiten bieten werden.
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