BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die EU-Initiative Gaia-X, die oft als gescheitert angesehen wurde, zeigt nun bemerkenswerte Erfolge. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat kürzlich die erfolgreichen Ergebnisse von elf geförderten Projekten bekannt gegeben, die mit einem Gesamtbudget von rund 132 Millionen Euro unterstützt wurden.
Die europäische Initiative Gaia-X, die ursprünglich als deutsch-französisches Projekt zur Schaffung souveräner Datenräume gestartet wurde, hat in den letzten Jahren viele Herausforderungen erlebt. Trotz der Skepsis, die durch die Beteiligung großer US-amerikanischer Cloud-Anbieter wie Amazon und Microsoft aufkam, zeigt sich nun ein positiver Trend. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat kürzlich die erfolgreichen Ergebnisse von elf geförderten Projekten bekannt gegeben, die mit einem Gesamtbudget von rund 132 Millionen Euro unterstützt wurden.
Diese Projekte, die in verschiedenen Branchen wie Bildung, Finanzen, Gesundheit und Mobilität angesiedelt sind, haben vertrauenswürdige Datenräume und Smart Services entwickelt. Besonders hervorzuheben ist das Projekt OpenGPT-X, das ein großes Sprachmodell auf Open-Source-Basis veröffentlicht hat, das den europäischen Datenschutzstandards entspricht und in den 24 Amtssprachen der EU trainiert wurde. Die Deutsche Telekom bietet seit Dezember einen kommerziellen Zugang zu diesem Modell an.
Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist Health-X dataLOFT, das cloudbasierte Anwendungen für die Gesundheitsprävention und klinische Versorgung entwickelt hat. Diese Anwendungen entsprechen den Gaia-X-Standards und bieten eine transparente Nutzungsmöglichkeit. Auch im maritimen Bereich gibt es Fortschritte: Marispace-X hat ein Daten-Ökosystem geschaffen, das es ermöglicht, maritime Daten gemäß europäischen Standards zu teilen und zu analysieren.
Anna Christmann, die Beauftragte des BMWK für die digitale Wirtschaft, betonte die Bedeutung dieser Projekte für die europäische Dateninfrastruktur. Sie sieht ein hohes Marktpotenzial und die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die den Bürgern die Kontrolle über ihre persönlichen Daten lassen. Hubert Tardieu, ein unabhängiges Vorstandsmitglied von Gaia-X, unterstrich die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Nachhaltigkeit dieser Datenräume zu sichern, um ihre langfristige Rentabilität zu gewährleisten.
Die Gaia-X-Initiative zeigt, dass trotz der Herausforderungen und der Konkurrenz durch große internationale Unternehmen, europäische Projekte erfolgreich sein können. Die entwickelten Lösungen bieten nicht nur technologische Innovationen, sondern auch die Möglichkeit, europäische Werte und Datenschutzstandards zu wahren. Die Zukunft dieser Projekte hängt nun davon ab, wie gut sie in der Praxis etabliert werden können und ob sie ohne fortlaufende öffentliche Finanzierung bestehen können.
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