AMSTERDAM / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung für ein Alzheimer-Medikament von Eli Lilly abgelehnt. Der Wirkstoff Donanemab, der in anderen Ländern bereits zugelassen ist, soll den Krankheitsverlauf im Frühstadium verlangsamen. Doch die EMA sieht die Risiken als zu hoch an.
Die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), das Alzheimer-Medikament Donanemab von Eli Lilly nicht zuzulassen, hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Donanemab, ein Antikörper-Wirkstoff, ist bereits in den USA, Japan, China und Großbritannien unter dem Namen Kisunla zugelassen. Das Medikament zielt darauf ab, den Krankheitsverlauf bei Alzheimer-Patienten im Frühstadium zu verlangsamen, kann die Krankheit jedoch nicht heilen.
Die EMA begründete ihre Entscheidung mit den potenziellen Risiken, die mit der Anwendung von Donanemab verbunden sind. Insbesondere die Möglichkeit schwerer Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen und Blutungen wurde als kritisch bewertet. Diese Risiken überwiegen laut den Experten der EMA die potenziellen Vorteile des Medikaments. Diese Einschätzung steht im Gegensatz zu den Zulassungsentscheidungen in anderen Ländern, wo die Vorteile als ausreichend angesehen wurden, um die Risiken zu rechtfertigen.
In der Europäischen Union gibt es bisher kein Medikament, das direkt auf den Verlauf der Alzheimer-Krankheit abzielt. Die EMA hatte kürzlich grünes Licht für die Zulassung von Lecanemab gegeben, einem anderen Alzheimer-Medikament. Doch auch hier steht die endgültige Entscheidung der EU-Kommission noch aus. Im Fall von Lecanemab hatte die EMA zunächst ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Risiken geäußert, änderte jedoch nach einer erneuten Prüfung ihre Einschätzung.
Die Ablehnung von Donanemab durch die EMA könnte Auswirkungen auf die Aktien von Eli Lilly haben. Trotz der negativen Nachricht stieg die Aktie des Unternehmens im NYSE-Handel um 0,49 Prozent auf 825,69 US-Dollar. Dies zeigt, dass Investoren möglicherweise auf eine zukünftige Zulassung oder auf andere positive Entwicklungen im Portfolio von Eli Lilly setzen.
Die Entscheidung der EMA wirft Fragen über die zukünftige Entwicklung von Alzheimer-Medikamenten in Europa auf. Während andere Märkte bereits Zugang zu neuen Behandlungen haben, bleibt die EU vorsichtig. Dies könnte den Druck auf Pharmaunternehmen erhöhen, ihre Zulassungsanträge zu überarbeiten und zusätzliche Daten vorzulegen, um die Sicherheitsbedenken der EMA zu adressieren.
Insgesamt zeigt der Fall Donanemab, wie komplex und herausfordernd die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente sein kann. Die Balance zwischen potenziellen Vorteilen und Risiken ist ein ständiger Diskussionspunkt in der medizinischen Forschung und Regulierung. Für Patienten und ihre Angehörigen bleibt die Hoffnung auf neue, wirksame Behandlungen bestehen, auch wenn der Weg dorthin oft steinig ist.
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