NEW YORK / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die anhaltende Verschuldung der USA könnte bald zu einer Krise auf den Finanzmärkten führen. Experten warnen vor den möglichen Folgen, sollten die Märkte höhere Zinsen für neue Staatsverschuldungen fordern.
Die USA stehen vor einer potenziellen Finanzkrise, die durch ihre immense Staatsverschuldung ausgelöst werden könnte. Diese Schuldenlast, die mittlerweile etwa 100 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreicht hat, könnte das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne erheblich beeinträchtigen. Experten warnen, dass die überragende Performance der USA auf den Finanzmärkten, die durch massive Schuldenaufnahme gestützt wurde, kurz vor einem Bruch steht.
Ruchir Sharma, Vorsitzender von Rockefeller International, hebt hervor, dass die unaufhörliche Verschuldung der USA in naher Zukunft das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne belasten wird. In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag schildert er, wie die Blase der US-Überperformance im Vergleich zum Rest der Welt bald platzen könnte. Während einige Optimisten an der Wall Street von starken Gewinnen sprechen, erscheinen diese weniger glänzend, wenn man staatliche Ausgaben und die gigantischen Bewertungen einiger Tech-Giganten bereinigt.
Die Defizitausgaben der USA haben ein historisches Hoch erreicht und sind auf einem Niveau, das in dieser Phase eines Wirtschaftszyklus noch nie zuvor verzeichnet wurde. Die öffentliche Verschuldung, also das, was die USA aus der Kreditaufnahme auf den Finanzmärkten schuldet, beläuft sich bereits auf etwa 100 % des BIP und wird bald das bisherige Höchstniveau direkt nach dem Zweiten Weltkrieg überschreiten. Anders als damals droht das diesmal ohne eine globale Katastrophe, während die Wirtschaft stabil bleibt.
Die Kosten für den Schuldendienst sind explodiert und tragen zu den Defiziten bei, was eine Rückkopplungsschleife schafft. Die Zinsaufwendungen belaufen sich nun auf eine Billion Dollar jährlich und übersteigen sogar die Verteidigungsausgaben. Trotz dieser Herausforderungen sind die Bilanzen von US-Haushalten und Unternehmen weiterhin stark, was die Wirtschaft weiter antreiben könnte. Das BIP-Wachstum im dritten Quartal wurde von zuvor geschätzten 2,8 % auf 3,1 % nach oben korrigiert, teils dank höherer Verbraucherausgaben.
Sharma betont jedoch, dass jede Erfolgsgeschichte eine Achillesferse hat: “Amerikas ist seine stark zunehmende Verschuldungssucht.” Laut seiner Berechnung sind mittlerweile 2 Dollar an neuer Staatsverschuldung nötig, um zusätzliches 1 Dollar BIP-Wachstum zu generieren, ein Anstieg um 50 % gegenüber vor fünf Jahren.
Sollte der Markt irgendwann ungeduldig werden, könnte es dazu kommen, dass Anleger höhere Zinsen für die neu aufgelegte Staatsverschuldung einfordern oder Anzeichen fiskalischer Disziplin erwarten. Dies würde Bemühungen zur Reduzierung der Abhängigkeit von staatlichen Ausgaben auslösen und hätte negative Auswirkungen auf Wachstum und Gewinne.
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