MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Der chinesische Drohnenhersteller DJI hat angekündigt, das Geofencing seiner Drohnen in den USA und Teilen Europas aufzugeben. Diese Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Nutzung und Regulierung von Drohnen haben.
DJI, der weltweit führende Hersteller von zivilen Drohnen, hat kürzlich bekannt gegeben, dass er das Geofencing seiner Drohnen in den USA und in mehreren europäischen Ländern einstellen wird. Diese Entscheidung bedeutet, dass die Drohnen nicht mehr softwareseitig daran gehindert werden, in bestimmte Sperrzonen wie Flughäfen oder Regierungsgebäude einzufliegen. Stattdessen erhalten Drohnenpiloten lediglich eine Warnung und müssen selbst entscheiden, ob sie in diese Zonen einfliegen möchten.
Das Geofencing-System von DJI wurde 2013 eingeführt, um den Drohnenbetrieb in sensiblen Bereichen zu regulieren. Seitdem hat sich jedoch das regulatorische Umfeld erheblich verändert. Die Einführung der Remote-ID, die es ermöglicht, Drohnen zu identifizieren und zu lokalisieren, hat den Behörden neue Möglichkeiten gegeben, die Einhaltung von Vorschriften zu überwachen. DJI argumentiert, dass es daher nicht mehr notwendig sei, das Einfliegen in diese Zonen softwareseitig zu verhindern.
In den USA wird das Geofencing durch ein Softwareupdate ersetzt, das die bisherigen DJI-Datensätze durch offizielle Daten der Federal Aviation Administration (FAA) ersetzt. Diese Daten werden in den DJI Fly-Apps integriert, sodass Drohnenpiloten in den USA nun lediglich Warnmeldungen erhalten, wenn sie sich in der Nähe von Flugverbotszonen befinden. Ähnliche Maßnahmen werden auch in Europa umgesetzt, wo die European Aviation Safety Authority (EASA) für die Luftaufsicht zuständig ist.
Die Entscheidung von DJI, das Geofencing aufzugeben, könnte auch eine Reaktion auf die restriktive Handelspolitik der US-Regierung sein, die den Import einiger DJI-Drohnenmodelle verboten hat. Diese Maßnahme könnte DJI dazu veranlasst haben, seine Verantwortung für die Sicherung des US-Luftraums zu überdenken.
In Europa wird das Geofencing schrittweise abgeschafft. Seit Januar 2024 ist es in Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Belgien, Frankreich und Deutschland nicht mehr aktiv. Im Juni 2024 folgten Estland, Finnland und Luxemburg. Bis Januar 2025 sollen alle übrigen EU-Länder folgen. Auch hier werden die offiziellen geografischen Karten der Flugaufsicht in den DJI Fly-Apps eingeführt, sodass nur noch Warnmeldungen ausgegeben werden.
Diese Entwicklung wirft Fragen zur Sicherheit und Verantwortung im Drohnenbetrieb auf. Während DJI argumentiert, dass die Verantwortung nun wieder bei den Nutzern liegt, bleibt abzuwarten, wie sich diese Änderung auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften auswirken wird. Experten warnen, dass die Abschaffung des Geofencing zu einem erhöhten Risiko von Zwischenfällen führen könnte, insbesondere in dicht besiedelten oder sensiblen Gebieten.
Insgesamt zeigt die Entscheidung von DJI, dass sich die Drohnenindustrie in einem ständigen Wandel befindet. Die technologischen Fortschritte und die sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen erfordern von Herstellern und Nutzern gleichermaßen eine kontinuierliche Anpassung. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen auf die Zukunft des Drohnenbetriebs auswirken werden.
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