FRANKFURT AM MAIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Digitalisierung in Deutschland steht vor einem möglichen Umbruch: Die Digitalminister der Bundesländer setzen sich für die Einrichtung eines eigenständigen Bundesdigitalministeriums ein. Diese Forderung wurde auf den Fiberdays 25 in Frankfurt am Main bekräftigt, wo die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus die Bedeutung einer zentralen Koordination auf Bundesebene hervorhob.
Die Digitalisierung in Deutschland könnte bald durch ein eigenständiges Bundesdigitalministerium vorangetrieben werden. Auf den Fiberdays 25 in Frankfurt am Main betonte die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus die Notwendigkeit einer zentralen Koordination auf Bundesebene, ähnlich wie es in Hessen bereits mit einem eigenen Digitalministerium der Fall ist. Diese Forderung wird von den Digitalministern der Bundesländer unterstützt, die ein gemeinsames Papier verabschiedet haben, um den Weg für ein solches Ministerium zu ebnen.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) sieht in der Einrichtung eines Bundesdigitalministeriums eine zentrale Forderung, um den Glasfaserausbau in Deutschland zu beschleunigen. Auf der Messe wurden jedoch auch weitere Maßnahmen diskutiert, um die Digitalisierung voranzutreiben. Laut aktuellen BREKO-Marktdaten ist die Zahl der deutschen Haushalte, die bis Ende 2024 an das Glasfasernetz angeschlossen sind, auf 48,8 Prozent gestiegen. Dennoch bleibt das Ziel einer flächendeckenden Glasfaserversorgung bis 2030 eine Herausforderung.
Um den Glasfaserausbau zu fördern, fordert der BREKO investitions- und wettbewerbsfreundliche Rahmenbedingungen von der Politik. Eine Strategie für die Migration von Kupfer- zu Glasfaserleitungen sei von entscheidender Bedeutung, so BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers. Diese Strategie sollte unbedingt in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden, um Investoren zu ermutigen, weiterhin in den Glasfaserausbau zu investieren.
Ein weiteres Thema auf den Fiberdays war die Finanzierung des Glasfaserausbaus. Jan Georg Budden, CEO der Deutschen GigaNetz, betonte, dass für weiteres Wachstum noch 150 Milliarden Euro benötigt werden. BREKO-Präsident Norbert Westfal verwies auf die Möglichkeit, Bankkredite durch Staatsgarantien abzusichern, um den ausbauenden Unternehmen Planungssicherheit zu geben.
Der BREKO rät der Bundesregierung jedoch von einer Aufstockung der Fördergelder ab. Stattdessen sollten die bestehenden Mittel effizienter genutzt werden, um den Glasfaserausbau zu beschleunigen. Westfal kritisierte die überbordende Bürokratie und forderte, von Genehmigungs- zu Anzeigeverfahren überzugehen.
Abschließend wiesen Westfal und Albers darauf hin, dass auch die Unternehmen ihre Hausaufgaben machen müssten. Die Take-up-Rate von Glasfaseranschlüssen sei mit 33 Prozent zu niedrig. Die Unternehmen müssten verbraucherfreundlicher werden, indem sie Glasfaseranschlüsse schneller freischalten und eine verständliche Tarifauswahl bieten. Eine geplante Imagekampagne des Bundes für den Glasfaseranschluss wurde von der BREKO-Spitze begrüßt.
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