MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Bauwirtschaft steht vor einem grundlegenden Wandel. Angesichts der Prognosen, dass bis 2050 weltweit rund vier Milliarden Tonnen Müll entstehen werden, ist die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft dringlicher denn je. Besonders in Industrieländern, wo die Bauwirtschaft den größten Anteil am Abfallaufkommen hat, wird die Notwendigkeit einer nachhaltigen Materialnutzung immer deutlicher.
Die Bauwirtschaft ist einer der materialintensivsten Sektoren und gleichzeitig der größte Abfallverursacher in den Industrieländern. Bei Abriss- oder Umbauarbeiten landen wertvolle Materialien wie Beton und Gips oft auf der Deponie, obwohl sie für neue Bauprojekte dringend benötigt werden. Die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft könnte hier Abhilfe schaffen, indem sie den Materialkreislauf schließt und Ressourcen effizienter nutzt.
Aktuell ist der Materialkreislauf in der Bauwirtschaft noch als Einbahnstraße konzipiert. Rohstoffe werden abgebaut, verarbeitet, genutzt und schließlich entsorgt. Das Cradle-to-Cradle-Prinzip hingegen fordert, dass Materialien entweder vollständig biologisch abbaubar sind oder in gleichbleibender Qualität wiederverwendet werden können. Dies erfordert eine schadstofffreie und sortenreine Trennung der Bauteile, was durch Materialausweise erleichtert werden kann.
Materialausweise, wie sie von der EPEA GmbH entwickelt werden, bieten eine vollständige Transparenz über die verwendeten Materialien in einem Gebäude. Diese Ausweise dokumentieren den gebauten Zustand und dienen als Planungsinstrument, um Gebäude anhand messbarer Kennwerte zu optimieren. Hohe Punktzahlen werden für Materialien vergeben, die aus erneuerbaren Quellen stammen oder als Sekundärrohstoffe wiederverwendet werden.
Die Erstellung solcher Materialausweise ist nicht nur ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, sondern auch eine Vorbereitung auf zukünftige Regulierungen. In Europa und Deutschland wird die Bauwirtschaft früher oder später zu Materialkreisläufen gezwungen werden, was Gebäude bei Abriss zu Rohstofflagern für neue Bauten macht. Bauherren, die bereits heute auf digitale Gebäudematerialausweise setzen, sind somit gut auf die Zukunft vorbereitet.
Ein Materialausweis sollte verschiedene Kategorien enthalten, darunter den CO2-Fußabdruck, Materialtypen und -mengen, den Anteil von Materialien aus erneuerbaren oder recycelten Quellen sowie die Recyclingfähigkeit und Trennbarkeit der Materialien. Besonders massive Bauteile wie Stahlbeton haben einen großen Einfluss auf das Gesamtergebnis im Ressourcenpass.
Pascal Keppler, ein Experte auf dem Gebiet des kreislauffähigen Bauens, hat maßgeblich zur Entwicklung dieser Materialpässe beigetragen. Er betont, dass alternative Tragkonstruktionen allein keine Garantie für gute Werte im Materialausweis sind. Vielmehr müssen Produkte von Herstellern mit hoher Materialgesundheit und Kreislauffähigkeit ausgewählt werden.
Die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft ist ein komplexer Prozess, der jedoch entscheidend für eine nachhaltige Zukunft ist. Durch die Integration von Materialausweisen und die Förderung von Recycling und Wiederverwendung können wertvolle Ressourcen geschont und die Umweltbelastung reduziert werden.
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