MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Tokenisierung von Realwerten, wie Immobilien oder Anleihen, wird oft als revolutionärer Schritt in der Finanzwelt betrachtet. Doch Experten warnen vor den Risiken, die mit der Zentralisierung dieser digitalen Vermögenswerte einhergehen.
Die Tokenisierung von Realwerten (RWAs) wird als bedeutender Fortschritt in der Finanztechnologie angesehen, da sie die Möglichkeit bietet, physische Vermögenswerte in digitale Token umzuwandeln. Diese Entwicklung könnte die Kapitalmärkte weltweit erweitern und die Geldgeschwindigkeit erhöhen. Doch laut Tracy Jin, Chief Operating Officer der MEXC-Krypto-Börse, birgt dieser Prozess erhebliche Risiken. Jin betont, dass die Tokenisierung von RWAs, solange sie unter der Kontrolle staatlicher Regulierungsbehörden und zentraler Vermittler bleibt, lediglich eine neue Version der alten Finanzinfrastruktur darstellt und keine echte finanzielle Revolution. Die meisten tokenisierten Vermögenswerte werden auf erlaubnisbasierten oder semi-zentralisierten Blockchains ausgegeben, was den Behörden die Möglichkeit gibt, Einschränkungen zu erlassen oder Vermögenswerte zu konfiszieren. Besonders in Ländern mit instabilen rechtlichen Rahmenbedingungen oder hoher politischer Volatilität steigt das Risiko der Konfiszierung erheblich. Die Tokenisierung von Immobilien oder Anleihen bleibt eng mit dem nationalen Rechtssystem verbunden. Trotz dieser Herausforderungen wird erwartet, dass die Tokenisierung von RWAs in den nächsten zehn Jahren zu einem Multi-Billionen-Dollar-Sektor heranwächst. Schätzungen zufolge könnte der Markt für tokenisierte Realwerte bis 2030 zwischen 4 und 30 Billionen US-Dollar erreichen. Während einige Institutionen wie McKinsey & Company eine eher konservative Prognose von 2 bis 4 Billionen US-Dollar abgeben, sind andere wie Standard Chartered optimistischer und erwarten einen Marktwert von bis zu 30 Billionen US-Dollar. Diese Diskrepanz in den Prognosen zeigt die Unsicherheit und das Potenzial, das in der Tokenisierung von RWAs steckt. Die Risiken der Zentralisierung und der rechtlichen Unsicherheiten bleiben jedoch bestehen. Die Tokenisierung von Realwerten könnte zwar die Reichweite der Kapitalmärkte erweitern, doch ohne eine dezentrale Infrastruktur bleibt das Risiko der Kontrolle durch staatliche oder dritte Parteien bestehen. Dies könnte die eigentliche Vision einer dezentralen Finanzwelt untergraben.
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