MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die bevorstehende Konferenz der Hohen Vertragsparteien der Vierten Genfer Konvention im März 2025 bietet eine entscheidende Gelegenheit, das israelische Militärgerichtssystem in den besetzten palästinensischen Gebieten als illegal zu erklären und die Freilassung aller palästinensischen Gefangenen zu fordern.
Die bevorstehende Konferenz der Hohen Vertragsparteien zur Vierten Genfer Konvention im März 2025 stellt eine bedeutende Plattform dar, um das israelische Militärgerichtssystem in den besetzten palästinensischen Gebieten zu hinterfragen. Diese Gerichte, die ausschließlich für Palästinenser gelten, während israelische Siedler dem israelischen Zivilrecht unterliegen, sind ein klares Beispiel für institutionalisierte Diskriminierung und Apartheid. Die Konferenz bietet die Möglichkeit, diese Ungerechtigkeit anzugehen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen.
Die Berichte von Francesca Albanese, der UN-Sonderberichterstatterin, und die umfangreiche Dokumentation von Addameer zeigen, dass das israelische Militärgerichtssystem die Grundprinzipien des Völkerrechts verletzt. Diese Gerichte dienen als Instrument der Unterdrückung und des Masseninhaftierens von Palästinensern, darunter Menschenrechtsverteidiger, politische Führer, Journalisten und sogar Kinder. Die Hohen Vertragsparteien sind gefordert, diese Verstöße gegen die Genfer Konvention zu erkennen und zu handeln.
Das israelische Militärgerichtssystem ist seit über 57 Jahren institutionalisiert und verstößt gegen Artikel 66 der Vierten Genfer Konvention, der die Anwendung von Militärgerichten nur unter außergewöhnlichen und vorübergehenden Umständen erlaubt. Diese Gerichte kriminalisieren grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit und politische Aktivität und verweigern den Angeklagten das Recht auf ein faires Verfahren. Die Verurteilungsrate liegt bei über 99 %, was auf erzwungene Geständnisse und mangelnden Zugang zu rechtlicher Vertretung hinweist.
Besonders besorgniserregend ist die Inhaftierung palästinensischer Kinder. Jährlich werden Hunderte von Kindern, einige erst 12 Jahre alt, ohne rechtliche Vertretung verhört und in Militärhaft psychischem und physischem Missbrauch ausgesetzt. Diese Praxis verstößt gegen das Verbot von Apartheid und rassistischer Diskriminierung, da israelische Siedler und Palästinenser unter demselben Besatzungsregime zwei unterschiedlichen Rechtssystemen unterworfen sind.
Die Hohen Vertragsparteien sind rechtlich verpflichtet, gegen Israels schwerwiegende Verstöße gegen die Genfer Konvention vorzugehen. Addameer fordert die Konferenz 2025 auf, die sofortige und bedingungslose Freilassung aller palästinensischen Gefangenen zu verlangen, Israels Einsatz von Folter und erzwungenen Geständnissen zu verurteilen und sofortigen Schutz für alle Inhaftierten zu fordern.
Frühere internationale Bemühungen, einschließlich vergangener Konferenzen der Hohen Vertragsparteien, haben es versäumt, dieses unrechtmäßige System zu demontieren. Die Zeit für bloße Besorgnisbekundungen ist längst vorbei. Wenn die Vierte Genfer Konvention ein bedeutungsvolles Rahmenwerk zum Schutz von Zivilisten unter Besatzung bleiben soll, muss diese Konferenz konkrete Schritte unternehmen, um Israels illegale Militärgerichte zu beenden, die Freilassung palästinensischer Gefangener zu sichern und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.
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