MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die US-Streitkräfte setzen weiterhin auf eine Freiwilligenarmee, die sich seit Jahrzehnten bewährt hat. Trotz der Herausforderungen, die durch die COVID-19-Pandemie und den Wettbewerb mit dem privaten Sektor entstanden sind, bleibt die Rekrutierung stabil.
Die US-Streitkräfte haben sich seit 1973 auf eine Freiwilligenarmee verlassen, eine Entscheidung, die sich als erfolgreich erwiesen hat. General CQ Brown, Jr., Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff, betonte kürzlich, dass es keine Pläne gibt, die Wehrpflicht wieder einzuführen. Die Herausforderungen, die mit der Rekrutierung von Freiwilligen verbunden sind, sind jedoch nicht zu unterschätzen.
Die COVID-19-Pandemie hat viele Schulen geschlossen, was es den Rekrutierern erschwert hat, mit potenziellen Rekruten in Kontakt zu treten. Zudem konkurriert das Militär mit dem privaten Sektor um Talente, was die Anwerbung neuer Mitglieder erschwert. Ein weiterer Faktor ist der Rückgang der Veteranen in der Bevölkerung, die über den Wert des Militärdienstes berichten können.
General Brown betonte auf dem Münchner Sicherheitsforum im Februar 2025, dass die Streitkräfte trotz dieser Herausforderungen ihre Rekrutierungsziele erreichen. Um weiterhin erfolgreich zu sein, müsse das Militär jedoch sichtbarer in der Zivilgesellschaft werden, da viele Amerikaner keinen direkten Bezug zu den Streitkräften haben.
Brown hob hervor, dass Vertrauen die Grundlage des militärischen Berufs ist und dass dieses Vertrauen durch den Kontakt mit der Gemeinschaft gestärkt werden kann. Er betonte die Bedeutung der Interaktion mit jungen Menschen und deren Einflussnehmern, wie Eltern, Lehrern und Gemeindeleitern, um die Möglichkeiten des Militärdienstes aufzuzeigen.
Die Sichtbarkeit der Streitkräfte in der Gemeinschaft sei entscheidend, um das Wissen über den Militärdienst und dessen Wert zu erhöhen. Brown erklärte, dass die Begegnung mit Soldaten oft einen positiven Eindruck hinterlasse und dass es wichtig sei, diese Gelegenheiten zu schaffen.
Die US-Streitkräfte müssen daher verstärkt in Regionen aktiv werden, in denen es weniger militärische Präsenz gibt, um junge Amerikaner aus diesen Gebieten für den Dienst zu gewinnen. Dies erfordert Engagement und den Aufbau von Vertrauen in der Zivilgesellschaft.
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