MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Entwicklung eines dezentralen Supercomputers durch das Unternehmen Nexus hat in einer kürzlich durchgeführten Testphase weltweit Aufmerksamkeit erregt. Über 1,5 Millionen Knoten aus 187 Ländern nahmen an einem fünftägigen Testnetz teil, was das Potenzial und das Interesse an einer global verteilten Rechenleistung verdeutlicht.

Die Vision von Nexus, einen dezentralen Supercomputer zu schaffen, der Rechenleistung von Computern und mobilen Geräten weltweit bündelt, hat in der jüngsten Testphase beeindruckende Ergebnisse erzielt. Über 1,5 Millionen Knoten aus 187 Ländern nahmen an dem Testnetz teil, das vom 9. bis 13. Dezember lief. Diese Entwicklung zeigt das wachsende Interesse an einer verifizierbaren Internetinfrastruktur, die auf globaler Ebene operiert.

Das Unternehmen hat im Juni 25 Millionen US-Dollar in einer Serie-A-Finanzierungsrunde gesammelt, um seine ambitionierten Pläne zu unterstützen. Die Testphase umfasste etwa 800.000 Webknoten und 700.000 Kommandozeilenknoten, wobei mehr als 100.000 Knoten gleichzeitig mit voller Kapazität arbeiteten. Diese Zahlen unterstreichen das Potenzial für eine weitreichende Akzeptanz und Nutzung der Nexus-Technologie.

Ein bemerkenswerter Aspekt der Testphase war der hohe Anteil an mobilen Geräten, die etwa 37 % des Netzwerkverkehrs ausmachten. In einigen Ländern, darunter Äthiopien und Polen, übertraf die Interaktion von mobilen Geräten sogar die von Desktop-Computern. Dies zeigt, dass die Barriere für den Zugang zu dieser Technologie erfolgreich gesenkt wurde, was eine breitere Beteiligung ermöglicht.

Obwohl die Knoten dezentralisiert sind, behält Nexus eine strenge Kontrolle über die Prozesse des Supercomputers. Das Unternehmen wählt die Programme aus, die über das Netzwerk bereitgestellt werden, akzeptiert jedoch auch Vorschläge für Programme, die nach einem Überprüfungsprozess bewiesen werden sollen. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass die Qualität und Sicherheit der bereitgestellten Dienste gewährleistet ist.

Daniel Marin, CEO von Nexus, betonte, dass die Ergebnisse der Testphase die globale Nachfrage nach vertrauensbasierten Innovationen in den Bereichen Blockchain und Künstliche Intelligenz validieren. Dennoch gibt es noch viel zu tun, um das Netzwerk weltweit zu skalieren und die Technologie weiter zu verfeinern.

Die Idee, verteilte Rechenleistung zu nutzen, ist nicht neu. Projekte wie SETI@home, das Internet-verbundene Computer zur Suche nach außerirdischer Intelligenz nutzte, und das Internet Computer-Projekt haben ähnliche Ansätze verfolgt. Auch das Golem-Netzwerk und Zennet sind in diesem Bereich aktiv. Nexus hebt sich jedoch durch seine spezifische Ausrichtung auf eine verifizierbare Internetinfrastruktur ab.

Die Zukunft des Nexus-Projekts sieht vielversprechend aus, da es darauf abzielt, die globale Rechenleistung zu bündeln und für eine Vielzahl von Anwendungen nutzbar zu machen. Die Herausforderung besteht darin, das Netzwerk weiter zu skalieren und die Technologie so zu verfeinern, dass sie den Anforderungen einer sich schnell entwickelnden digitalen Welt gerecht wird.

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Dezentrales Supercomputer-Projekt von Nexus zieht 1,5 Millionen Knoten an
Dezentrales Supercomputer-Projekt von Nexus zieht 1,5 Millionen Knoten an (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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