BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Angesichts der geopolitischen Spannungen und der Unsicherheiten in der internationalen Politik strebt Deutschland eine Stärkung seiner militärischen Kapazitäten an. Doch die Vergangenheit und gegenwärtige Herausforderungen könnten diesen Weg erschweren.
Deutschland steht vor der Herausforderung, seine militärische Stärke angesichts der aktuellen geopolitischen Lage zu erhöhen. Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie die unvorhersehbare Außenpolitik der USA unter Donald Trump haben in Berlin den Ruf nach einer stärkeren militärischen Präsenz laut werden lassen. Historisch gesehen hat Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg eine pazifistische Haltung eingenommen, was den aktuellen Bestrebungen entgegensteht.
Die Bundeswehr, Deutschlands Armee, zählt derzeit 181.174 aktive Soldaten, was im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich mit 205.000 Soldaten oder den USA mit über 1,3 Millionen Soldaten relativ gering ist. Ein wesentlicher Grund für die Schwierigkeiten bei der Personalaufstockung ist die Abschaffung der Wehrpflicht im Jahr 2011, die es erschwert hat, die Reihen mit Freiwilligen zu füllen. Ursprünglich hatte Berlin das Ziel, die Truppenstärke bis 2025 auf 203.000 zu erhöhen, doch dieses Ziel wurde nun auf 2031 verschoben.
Ein weiteres Hindernis ist die Bürokratie. Die Bundeswehr ist, wie viele Bereiche des öffentlichen Sektors in Deutschland, stark bürokratisiert, was die effiziente Nutzung von Finanzmitteln erschwert. Experten wie Raoul Motika von der Universität Hamburg weisen darauf hin, dass die Struktur der letzten Jahrzehnte in die falsche Richtung entwickelt wurde, hin zu einer übermäßigen Bürokratisierung.
Einige Politiker erwägen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, um die Rekrutierungsprobleme zu lösen. Doch die öffentliche Skepsis gegenüber einer Militarisierung bleibt ein bedeutendes Hindernis, da viele Deutsche aufgrund der historischen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs vorsichtig sind. Die Einführung eines freiwilligen Wehrdienstes im November 2023 soll die Bereitschaft der Jugend testen, sich zu engagieren.
Im Gegensatz zu Japan, das verfassungsrechtliche Beschränkungen für eine Aufrüstung hat, gibt es in Deutschland keine rechtlichen Hindernisse für eine Wiederbewaffnung. Dennoch bleibt die Militarisierung ein sensibles Thema, da Deutschland innerhalb der NATO und der EU agiert und sich auf kollektive Sicherheit konzentriert.
Die Frage, ob Deutschland sich ohne die Unterstützung der USA verteidigen kann, bleibt offen. Experten wie Motika betonen, dass weder Deutschland noch andere westliche Hauptstädte in der Lage sind, sich ohne amerikanische Unterstützung gegen externe Bedrohungen zu verteidigen. Dies übt Druck auf die europäischen Politiker aus, die sich zunehmend auf eine stärkere militärische Zusammenarbeit innerhalb der EU konzentrieren müssen.
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