BERLIN / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der veränderten transatlantischen Beziehungen rückt die Frage nach einer eigenständigen europäischen Nuklearabschreckung in den Fokus. Deutschland könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen, indem es die nuklearen Fähigkeiten seiner europäischen Partner finanziell unterstützt.

Die geopolitischen Spannungen und die Unsicherheiten in den transatlantischen Beziehungen haben die Diskussion über eine eigenständige europäische Nuklearabschreckung neu entfacht. Deutschland, das traditionell auf die nukleare Schutzgarantie der USA vertraut hat, könnte nun eine entscheidende Rolle spielen, indem es die nuklearen Fähigkeiten seiner europäischen Partner finanziell unterstützt.

Mit der Wahl von Donald Trump und seiner offen pro-russischen Haltung sowie der Abkehr von Europa und der NATO ist die Glaubwürdigkeit des amerikanischen nuklearen Schutzversprechens in Frage gestellt. In Reaktion darauf haben Großbritannien und Frankreich, die beiden europäischen Nuklearmächte, ihre Bereitschaft signalisiert, ihre nuklearen Kapazitäten zu stärken und die Konsultationen zu intensivieren.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat erneut zu einem Dialog zwischen nuklearen und nicht-nuklearen Staaten in Europa aufgerufen, um ein klares Signal der Entschlossenheit an Moskau und Washington zu senden. Deutschland zeigt sich offen für einen solchen Dialog, wie das im Herbst 2024 geschlossene Deutsch-Britische Verteidigungsabkommen (Trinity House) belegt, das ausdrücklich einen Austausch über nukleare Fragen vorsieht.

Friedrich Merz, der designierte Bundeskanzler Deutschlands, unterstützt Macrons Vorschlag und sieht darin eine Möglichkeit, die europäische Sicherheitspolitik strategisch voranzutreiben. Dabei geht es nicht darum, die amerikanische “erweiterte Abschreckung” durch eine europäische Version zu ersetzen, sondern vielmehr darum, die bestehende Sicherheitsarchitektur zu ergänzen.

Deutschland könnte durch die Mitfinanzierung der nuklearen Fähigkeiten Großbritanniens und Frankreichs einen wichtigen Beitrag leisten. Ein Bericht des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2017 kam zu dem Schluss, dass die Mitfinanzierung ausländischer nuklearer Potenziale durch den Bundeshaushalt rechtlich möglich ist, sofern eine direkte Verbindung zur Sicherheit Deutschlands und Europas besteht.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie der Atomwaffensperrvertrag (NPT) und der Zwei-plus-Vier-Vertrag, stehen einer solchen Unterstützung nicht entgegen. Auch wenn es bisher keine konkreten Vereinbarungen gibt, könnte eine solche finanzielle Unterstützung in bilateralen Abkommen festgeschrieben werden.

Die Schaffung einer europäischen Nuklearabschreckung wäre ein strategisch wichtiger Schritt für die europäische Sicherheitspolitik. Deutschland könnte durch seine finanzielle Unterstützung nicht nur zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit beitragen, sondern auch seine Rolle als verlässlicher Partner in der europäischen Sicherheitsarchitektur unterstreichen.

Insgesamt könnte die Mitfinanzierung der nuklearen Fähigkeiten Großbritanniens und Frankreichs durch Deutschland die europäische Sicherheitsarchitektur stärken und ein klares Signal der Entschlossenheit an potenzielle Aggressoren senden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Gespräche entwickeln und welche konkreten Schritte unternommen werden, um die europäische Sicherheitspolitik zu stärken.


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Deutschland erwägt Mitfinanzierung europäischer Nuklearabschreckung
Deutschland erwägt Mitfinanzierung europäischer Nuklearabschreckung (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)



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