KIEL / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Marine hat kürzlich die BlueWhale-Unterwasserdrohne getestet, um deren Eignung für zukünftige unbemannte Flotten zur Bekämpfung feindlicher U-Boote zu prüfen.
Die Deutsche Marine hat kürzlich die BlueWhale-Unterwasserdrohne getestet, um deren Eignung für zukünftige unbemannte Flotten zur Bekämpfung feindlicher U-Boote zu prüfen. Diese Tests fanden in der Ostsee statt, einem Gebiet, das aufgrund seiner strategischen Bedeutung und der dort verlaufenden Kommunikationskabel und Energiepipelines im Fokus internationaler Spannungen steht. Die BlueWhale-Drohne, entwickelt von Israel Aerospace Industries, ist mit verschiedenen Kameras sowie aktiven und passiven Sensoren ausgestattet. Sie kann U-Boote, Überwasserschiffe und Seeminen erkennen, ohne dabei selbst Signale auszusenden, die die Ziele alarmieren könnten. Dies stellt eine bedeutende Erweiterung der maritimen Überwachungsfähigkeiten dar, die bisher nur bemannten U-Booten vorbehalten war. Die Drohne gehört zur Kategorie der großen unbemannten Unterwasserfahrzeuge und wiegt 5,5 Tonnen bei einer Länge von fast 11 Metern. Der Test wurde in Zusammenarbeit mit dem deutschen Marinesystem-Spezialisten Atlas Elektronik durchgeführt, als Teil der Strategie ‘Marine 2035+’, die die Entwicklung unbemannter Technologien beschleunigen soll. Dror Bar, Vizepräsident von IAI und CEO der Tochtergesellschaft ELTA Systems, erklärte, dass es bereits bestehende Schnittstellen gibt, die in Kooperation mit Atlas entwickelt wurden. Diese wurden bei zwei NATO-Übungen in Portugal getestet. Das Interesse an Unterwasser- und Oberflächendrohnen als Ergänzung zur bemannten Seekriegsführung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Experten sehen in ihnen unbemannte Sensoren, die feindliche Kriegsschiffe abwehren oder den Zustand kritischer Infrastrukturen auf dem Meeresboden überwachen können. Die Integration solcher Systeme in die Netzwerke der deutschen und alliierten Marineoperationen stellt jedoch eine Herausforderung dar, die durch bestehende Kooperationen und technische Schnittstellen erleichtert werden soll. Die BlueWhale-Drohne könnte somit eine Schlüsselrolle in der zukünftigen maritimen Überwachung und Verteidigung spielen.
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