FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Deutsche-Bank-Tochter DWS steht im Mittelpunkt eines bedeutenden Greenwashing-Skandals, der die Finanzwelt erschüttert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat der Fondsgesellschaft eine Geldstrafe von 25 Millionen Euro auferlegt, da sie ihre Finanzprodukte als umweltfreundlicher dargestellt hat, als sie tatsächlich sind.
Die DWS, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, sieht sich mit einer erheblichen Geldstrafe konfrontiert, nachdem die Staatsanwaltschaft Frankfurt festgestellt hat, dass die Fondsgesellschaft ihre Finanzprodukte fälschlicherweise als besonders nachhaltig beworben hat. Diese Praxis, bekannt als Greenwashing, hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erregt, da Investoren immer mehr Wert auf nachhaltige Anlagemöglichkeiten legen.
Im Rahmen der Ermittlungen, die in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt durchgeführt wurden, wurde festgestellt, dass die DWS zwischen 2020 und 2023 intensiv mit Finanzprodukten geworben hat, die ökologische und soziale Merkmale aufweisen sollten. Dabei wurde der Eindruck erweckt, dass die DWS eine führende Position im Bereich der nachhaltigen Investments innehat, was sich jedoch als irreführend herausstellte.
Die Staatsanwaltschaft kritisierte insbesondere den Werbeslogan der DWS, der Nachhaltigkeit als festen Bestandteil der Unternehmens-DNA bezeichnete. Laut Oberstaatsanwalt Dominik Mies entsprach die Außenkommunikation der DWS nicht der tatsächlichen Umsetzung innerhalb des Unternehmens. Diese Diskrepanz führte letztlich zur Verhängung der Geldstrafe, die sich auf Verstöße gegen das Kapitalanlagegesetzbuch bezieht.
Die Ermittlungen führten auch zu mehreren Durchsuchungen der DWS-Zentrale in Frankfurt. Trotz der Vorwürfe hatte die DWS die Anschuldigungen stets zurückgewiesen. Im Juni 2022 kam es jedoch zu einem Führungswechsel, als der damalige Chef Asoka Wöhrmann durch Stefan Hoops, einen Manager der Deutschen Bank, ersetzt wurde.
Die DWS hat inzwischen eingeräumt, dass ihr Marketing in der Vergangenheit teilweise überschwänglich war und hat entsprechende Korrekturen vorgenommen. Die Fondsgesellschaft hat Rückstellungen für die Geldstrafe gebildet und erwartet keine negativen Auswirkungen auf das Finanzergebnis des ersten Quartals.
Auch in den USA musste die DWS bereits eine Strafe in Höhe von 19 Millionen US-Dollar wegen ähnlicher Vorwürfe zahlen. Dies zeigt, dass das Thema Greenwashing nicht nur in Europa, sondern auch international von Bedeutung ist. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Investments und der Druck durch die EU-Taxonomie, die als eine Art Gütesiegel für nachhaltige Finanzprodukte fungiert, haben die Branche unter verstärkte Beobachtung gestellt.
Die Definition dessen, was als nachhaltige Investition gilt, bleibt jedoch oft unklar, was es für Anleger schwierig macht, fundierte Entscheidungen zu treffen. Die DWS ist nicht das einzige Unternehmen, das sich mit solchen Vorwürfen konfrontiert sieht, was die Notwendigkeit für klarere Richtlinien und Transparenz in der Branche unterstreicht.
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