FRANKFURT / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Bank-Tochter DWS sieht sich mit einer erheblichen Geldstrafe konfrontiert, nachdem Vorwürfe des Greenwashings erhoben wurden.
Die Deutsche Bank-Tochter DWS wurde mit einer Geldstrafe von 25 Millionen Euro belegt, nachdem die Staatsanwaltschaft Frankfurt festgestellt hatte, dass das Unternehmen Investoren über seine nachhaltigen Investitionspraktiken in die Irre geführt hatte. Diese Entscheidung markiert das Ende einer langwierigen Untersuchung, die im August 2021 begann, als die ehemalige Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler Vorwürfe erhob, dass DWS in seinem Jahresbericht die Integration von ESG-Kriterien in den Investitionsprozess übertrieben dargestellt habe.
Im Mai 2022 durchsuchte die Polizei die Frankfurter Büros von DWS und der Deutschen Bank im Rahmen der Greenwashing-Ermittlungen. Einen Tag später trat der CEO von DWS, Asoka Woehrmann, zurück. Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC führte ebenfalls eine Untersuchung durch, die 2023 zu einer Einigung führte, bei der DWS eine Strafe von 19 Millionen Dollar akzeptierte. Dies war die bisher höchste Strafe, die die SEC einem Vermögensverwalter wegen Greenwashing auferlegt hat.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt stellte fest, dass die Behauptungen von DWS, ein „Führer“ im Bereich ESG zu sein oder dass „ESG ein integraler Bestandteil unserer DNA“ sei, den Eindruck erweckten, das Unternehmen habe eine marktführende Position, die nicht der Realität entsprach. Tatsächlich befand sich das Unternehmen noch in einem Transformationsprozess. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass Aussagen in der Außenkommunikation nicht über das hinausgehen dürfen, was tatsächlich umgesetzt werden kann.
In einer Stellungnahme erklärte DWS, dass man die Untersuchungsergebnisse akzeptiere und bereits Maßnahmen zur Verbesserung der internen Dokumentations- und Kontrollprozesse ergriffen habe. Das Unternehmen betonte, dass die Strafe keine Auswirkungen auf die Ergebnisse des ersten Quartals 2025 haben werde, da bereits Rückstellungen für die Strafe gebildet wurden.
Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich Unternehmen gegenübersehen, die sich als nachhaltig positionieren wollen. Der Druck von Investoren und Regulierungsbehörden, Transparenz und Ehrlichkeit in Bezug auf ESG-Praktiken zu gewährleisten, nimmt zu. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Marketingaussagen mit der tatsächlichen Umsetzung übereinstimmen, um das Vertrauen der Investoren zu erhalten und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Die Strafe gegen DWS könnte als Warnung für andere Unternehmen dienen, die ihre ESG-Praktiken übertreiben. In einem zunehmend regulierten Umfeld wird die Fähigkeit, glaubwürdige und überprüfbare Nachhaltigkeitsstrategien zu präsentieren, zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Experten erwarten, dass die Regulierungsbehörden weltweit ihre Bemühungen verstärken werden, um Greenwashing zu bekämpfen und die Integrität des ESG-Marktes zu schützen.
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