PEKING / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Das chinesische KI-Sprachmodell DeepSeek hat in der Technologiebranche für Aufsehen gesorgt. Während es für seine Effizienz und Kosteneffektivität gelobt wird, gibt es auch Bedenken hinsichtlich seiner politischen Implikationen und Sicherheitsrisiken.
DeepSeek, ein neues Sprachmodell aus China, hat die KI-Welt in Aufruhr versetzt. Entwickelt von einem chinesischen Startup, zeigt es, dass nicht immer immense Kapitalmengen und Rechenleistung notwendig sind, um mit den besten Modellen von OpenAI mithalten zu können. Doch trotz seiner Effizienz gibt es Bedenken, dass das Modell aufgrund der Nähe des Unternehmens zur chinesischen Regierung für politische Zwecke missbraucht werden könnte.
Alexander Spier und Wolfgang Stieler, Experten aus der Technologiebranche, haben DeepSeek eingehend getestet. Sie berichten, dass das Modell in der Lage ist, komplexe Texte zu analysieren und präzise Antworten zu liefern. Besonders beeindruckend sind die deutschen Sprachfähigkeiten des Systems, die als überraschend gut beschrieben werden. DeepSeek kann nicht nur Texte zusammenfassen, sondern auch Programmcode schreiben, was es zu einem vielseitigen Werkzeug macht.
Ein bemerkenswerter Aspekt von DeepSeek ist seine Fähigkeit, die Gedankenschritte öffentlich einsehbar zu machen, was die Nachvollziehbarkeit erhöht. Allerdings gibt es klare politische Grenzen: Kritische Fragen werden in der App teilweise vage beantwortet oder verschwinden ganz. Diese Einschränkungen spiegeln die Rücksichtnahme auf chinesische Befindlichkeiten wider, was die Nutzung des Modells in bestimmten Kontexten problematisch machen könnte.
Sicherheitsbedenken sind ein weiterer kritischer Punkt. Mehrere Regierungen haben die Nutzung von DeepSeek auf Behördenrechnern eingeschränkt oder ganz untersagt. Experten warnen, dass das System anfällig für Manipulationen ist, die bei anderen KI-Systemen nicht mehr funktionieren. Es besteht die Gefahr, dass während der Nutzung unbemerkt Zusatzbefehle eingefügt werden, was die Datensicherheit gefährdet.
Trotz dieser Herausforderungen sehen Experten auch Chancen für den KI-Markt. Die Konkurrenz belebt das Geschäft, und die Entwicklung von DeepSeek zeigt, dass neue Möglichkeiten existieren, die nicht immer die größte Hardware oder das meiste Geld erfordern. Besonders in Europa könnte dies zu einer stärkeren Unabhängigkeit von großen US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen führen, wenn Open-Source-Entwicklungen gefördert werden.
Abschließend betonen die Experten, dass es wichtig ist, die Risiken im Auge zu behalten und geeignete Regularien zu schaffen, um Missbrauch zu verhindern. Eine schrankenlose Entwicklung könnte zu unerwünschten Konsequenzen führen, weshalb klare Regelungen notwendig sind, um die Vorteile von KI-Technologien sicher und verantwortungsvoll zu nutzen.
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