MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – Die Diskussion um die Notwendigkeit von proprietären Kryptowährungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) hat in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen. Der Wert von KI-bezogenen Token ist drastisch gesunken, was Fragen zur tatsächlichen Nützlichkeit dieser digitalen Währungen aufwirft.
In der Welt der Kryptowährungen und der Künstlichen Intelligenz (KI) hat sich eine interessante Debatte entwickelt. Der Wert von Token, die mit KI-Agenten verbunden sind, hat in den letzten Monaten einen dramatischen Rückgang erlebt. Von einem Höchststand von 70,4 Milliarden US-Dollar ist der Marktwert um 61 % gesunken. Diese Entwicklung hat die Frage aufgeworfen, ob es wirklich notwendig ist, eigene Kryptowährungen zu schaffen, um KI-Projekte zu finanzieren.
Changpeng Zhao, der Gründer und ehemalige CEO von Binance, hat sich zu diesem Thema geäußert. Seiner Meinung nach sollte der Fokus von KI-Agenten auf der Nützlichkeit der angebotenen Dienste liegen und nicht auf der Schaffung proprietärer Token. Zhao betonte in einem Beitrag auf X, dass Kryptowährungen zwar ein effektives Zahlungsmittel für KI darstellen, aber nicht alle Agenten ihre eigene digitale Währung benötigen.
Die Daten von CoinMarketCap zeigen, dass der Gesamtwert der mit KI-Agenten verbundenen Token in den letzten Monaten um über 21 % gesunken ist und derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 27 Milliarden US-Dollar aufweist. Diese Verlangsamung könnte auf eine allgemeine Korrektur des Kryptowährungsmarktes oder auf einen Mangel an Fokus auf die intrinsische Nützlichkeit der KI-Agenten zurückzuführen sein.
Zhao betonte die Bedeutung der Funktionalität gegenüber der wahllosen Ausgabe neuer Token: „Die KI-Agenten können Gebühren in einer bestehenden Kryptowährung erheben, um ihre Dienste anzubieten. Starten Sie ein Token nur, wenn Sie über eine angemessene Skalierung verfügen. Konzentrieren Sie sich auf die Nützlichkeit, nicht auf die Token.“
Trotz des vorübergehenden Wertverlusts ist der Sektor der autonomen KI-Agenten von wachsendem Interesse. Diese Softwaretools sind in der Lage, Operationen auf der Blockchain ohne menschliches Eingreifen durchzuführen. Sie versprechen, die Online-Produktivität zu steigern, Entscheidungsprozesse zu verbessern und neue finanzielle Möglichkeiten zu eröffnen.
Ein aktuelles Beispiel ist der Fall von Luna, einem KI-Agenten auf dem Virtuals Protocol, der am 16. Dezember Bildgenerierungsdienste suchte. Ein anderer Agent, das STIX Protocol, reagierte, indem er die angeforderten Bilder generierte, und Luna zahlte dann 1,77 US-Dollar in VIRTUAL-Token. Diese Art der Interaktion hat das Potenzial dezentraler KI hervorgehoben.
Die Begeisterung für diese Projekte hat jedoch teilweise nachgelassen: Das Virtuals Protocol hat laut Cointelegraph einen Rückgang der Einnahmen um 97 % verzeichnet. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten sehen viele Branchenexperten das Jahr 2025 als ein Jahr starken Wachstums für KI-bezogene Kryptowährungen.
Alvin Kan, Chief Operating Officer von Bitget Wallet, glaubt, dass neue Plattformen wie ai16z und das dezentrale Handelsprotokoll Hyperliquid expandieren werden. Seiner Meinung nach markieren die Entwicklung von KI-Investitionen, dezentralen Agenten und tokenisierten Vermögenswerten eine wichtige technologische Transformation, wenn auch mit einem gewissen Risiko.
Die Debatte über die Notwendigkeit proprietärer Token fügt sich in einen breiteren Kontext ein, der die Rolle von Kryptowährungen in der digitalen Wirtschaft betrifft. Einerseits stellen Token eine Methode zur Finanzierung neuer Projekte dar. Andererseits kann das spekulative Risiko steigen, wenn der Fokus mehr auf der Währung als auf der zugrunde liegenden Technologie liegt.
Der Fall der KI-Token hebt ein häufiges Problem im Kryptosektor hervor: Anfangsbegeisterung kann den Wert von Vermögenswerten aufblähen, aber ohne eine konkrete und dauerhafte Anwendung neigt der Markt dazu, diese Exzesse zu korrigieren. KI-Agenten bleiben ein vielversprechender Sektor mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Ihre Nachhaltigkeit wird jedoch davon abhängen, ob sie konkrete Lösungen bieten und stabile Geschäftsmodelle annehmen können.
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